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"Langwieriger Bestellungsprozess schwächt Standort und verunsichert Mitarbeiter"

Ärztekammer-Präsident Routil fordert Reformdiskussion über Rektorsbestellungen

30. Jänner 2008

Seit Monaten hat die Grazer Medizinische Universität eine provisorische Führung, nach erheblichen Verzögerungen bei der Wahl des Rektors geht nun auch die Bestellung des Vizerektoren-Teams nicht ohne Friktionen ab.
Der Präsident der Ärztekammer Steiermark, Wolfgang Routil, nimmt das zu Anlass für eine Warnung: „Wir wollen uns in das Bestellungsverfahren zwar in keiner Form einmischen, wir respektieren auch die demokratischen Spielregeln, ein derart langwieriger Findungsprozess schwächt aber naturgemäß die Universität und verunsichert die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, so Routil.
Eine ganze Reihe großer Herausforderungen stünden an, deren Bewältigung durch die unerwarteten Verzögerungen erschwert werde: Das Campusprojekt, die Sanierung bzw. der Ausbau des Chirurgiegebäudes und die Schaffung des Institutes für Allgemeinmedizin seien nur die Spitze des Eisberges: „Die Regelung der Zusammenarbeit mit der steirischen Krankenanstaltengesellschaft ist davon ebenso betroffen wie die Umsetzung des Kollektivvertrages für die Universitätsbediensteten“, erinnerte Routil. Dass es noch keine angemessene kollektivvertragliche Regelung gäbe, sei vor allem eine Belastung für die jungen Ärztinnen und Ärzte, deren Karriereperspektiven damit unklar bleiben. „Der medizinische Forschungsstandort Graz lebt von seinen Humanressourcen – Spitzenforschung kann es nur mit Spitzenforscherinnen und -forschern geben“, sagt der steirische Ärztekammerpräsident. Ohne klare und positive Aussichten würden diese aber nicht dazu motiviert, ihre Zukunft an der Medizinischen Universität Graz zu planen.
Routil appellierte an die Universitätsgremien, jede weitere Verzögerung zu vermeiden. Für die Zukunft regt Routil an, die Form des Findungsprozesses kritisch zu hinterfragen. Das komplexe akademische Bestellungsverfahren, gewachsen aus der jahrhundertealten universitären Tradition, sei mit den Anforderungen an ein modernes Rektorat nur schwer in Einklang zu bringen. Er spricht sich für eine Reformdiskussion aus, mit dem Ziel, „das Bestellungsverfahren berechenbarer und pannenresistenter zu machen“.


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