Zur Ärztekammer Steiermark Startseite

Spitalsärzteversammlung LKH Stolzalpe
29.11.2017, um 14.00 Uhr

zum Kalender...
Werbebanner

Stechuhren im Uni-Klinikum Graz: Fehlende Information provoziert Misstrauen und Widerstand

ÄK-Präsident Bayer kann sich flächendeckende Zeiterfassung vorstellen: „Dann müssen Überstunden endlich komplett dokumentiert und bezahlt werden.“

27. Juli 2006

„Es ist völlig indiskutabel wenn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Ende Juli aus der Zeitung erfahren müssen, dass ab Herbst im Unternehmen ein Zeiterfassungssystem im Unternehmen installiert wird“, sagte der steirische Ärztekammerpräsident Dietmar Bayer zu einem Bericht in der Gratis-Tageszeitung „ok“ über ein System namens SAPTime-Med, das angeblich ab Oktober in ausgewählten Kliniken des LKH-Universitätsklinikums in Betrieb gehen soll. Mit einer solchen Vorgangsweise werde „Misstrauen geschürt und Widerstand provoziert.“
Weder die ärztliche Standesvertretung noch der Zentralbetriebsrat der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft seien in das Projekt eingebunden worden: „So geht ein Unternehmen, das noch dazu im Eigentum des Landes Steiermark steht, nicht mit seinen Beschäftigten um.“ Man werde auch prüfen, ob damit nicht Verpflichtungen gegenüber dem Zentralbetriebsrat verletzt worden seien, kündigte Bayer an.
Grundsätzlich wolle man sich einer Arbeitszeiterfassung nicht verschließen, so der Präsident der Ärztekammer: „Das Problem ist ja eher, dass die Ärztinnen und Ärzte zu viel arbeiten und es immer wieder Klagen darüber gibt, dass Überstunden nicht korrekt dokumentiert werden.“ So gesehen wäre sogar eine flächendeckende Zeiterfassung in allen Landeskrankenhäusern sinnvoll, um die komplette Erfassung aller geleisteten Überstunden zu gewährleisten.
Scharfe Kritik gibt es an der Med-Uni, die als Projektpartner auftritt: „Statt im Sog der KAGes ein modernes Dienst- und Besoldungsrecht umzusetzen, wird hier viel Geld und Energie investiert, um ein paar Stechuhren aufzustellen.“ Die Med-Uni müsse endlich ihre Hausaufgaben machen, um exzellenten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern adäquate Arbeitsbedingungen zu bieten.



Nähere Informationen:
Pressekoordination Martin Novak,
Telefon (0316) 8044-45 oder
0664 40 48 123
8011 Graz, Kaiserfeldgasse 29, Tel. 0316/8044-0,
Fax 0316/81 56 71, Postfach 162
E-mail: presse@aekstmk.or.at
Internet: www.aekstmk.or.at
DVR 0054313



zur Übersicht
Folgen Sie uns: Folgen Sie uns auf YoutubeFolgen Sie uns auf Twitter

Die Ärztekammer Steiermark . Alle Rechte vorbehalten

IMPRESSUM | PRESSE