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Medikamente beim Arzt: Impfstoffe und Infusionen als erster Schritt

Ärztekammer fordert rasche Initiative der Politik

5. Juli 2006

Die Forderung, dass alle niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte Medikamente an ihre Patientinnen und Patienten abgeben dürfen, bekräftigte am Mittwoch der Präsident der Ärztekammer Steiermark, Dietmar Bayer. „Ein erster Schritt“ müsse es sein, dass Impfstoffe, Infusionen und als Injektion zu verabreichende Medikamente direkt beim Arzt erhältlich sind. „Es ist doch nicht einzusehen, dass ein Mensch, der eine FSME-Impfung braucht, zuerst beim Arzt das Rezept holen muss, um es dann in einer Apotheke einzulösen und anschließend wieder in der Praxis geimpft wird.“ Dieser komplizierte Weg sei extrem patientenfeindlich und ineffizient: „Jetzt muss der Pati-ent mit dem Rezept laufen, das gehört im Sinne der Frau Gesundheitsministerin abgestellt.“ Durch die „aufwendige Bürokratie“ würden auch viele Patienten davon abgehalten, sich den notwendigen Impfschutz zu verschaffen.
Geholfen würde durch die Direktabgabe beim Arzt vor allem Eltern von Kindern im Vorschulalter: Bei fast 60.000 Impfungen pro Jahr für diese Altersgruppe allein in der Steiermark, „können Müttern und Vätern mit kleinen Kindern viele sinnlose Wege und Zeitverluste erspart werden.“ Auch die Qualität würde besser abgesichert: „Gerade bei Impfstoffen ist es wichtig, dass sie permanent gekühlt bleiben, das ist durch eine professionelle Lieferung direkt in die Arztpraxis jedenfalls gewährleistet.“
Auf einen anderen Bereich wies der Sprecher der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte, Martin Millauer hin. Patienten mit akuten, starken Schmerzen können oft nur durch eine Infusion behandelt werden. „Jetzt wird vom Patienten verlangt, dass er sich trotz starker Schmerzen in die Apotheke schleppt, dadurch geht wertvolle Zeit verloren.“ Infusionstherapien sind oft von wochenlangen Spitalsaufenthalten begleitet und könnten bei Verfügbarkeit auch in den Ordinationen verabreicht werden, was viel Zeit und Geld sparen würde.
Bayer und Millauer verlangten daher eine rasche politische Initiative für die Patienten. Wirtschaftliche Einwände der Apotheken „dürften nicht schwerer wiegen als die Bedürfnisse der Patienten nach rascher und unkomplizierter Therapie“.


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