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„Ärztezentren“ statt Spitalsambulanzen und Kassenambulatorien

Ärztekammer Steiermark präsentiert gesundheitspolitische Positionen

19. August 2004
„Gesundheitspolitische Positionen“ präsentierte am Donnerstag der steirische Ärztekammerpräsident Dietmar Bayer gemeinsam mit den Obleuten der Angestellten Ärzte, Herwig Lindner, und Niedergelassenen Ärzte, Jörg Pruckner. „Wir wollen nicht nur Kritik an den inhaltsarmen Vorschlägen der Politik in Sachen Gesundheitsreform üben, sondern mit diesem gesundheitspolitischen Leitpapier konkrete Vorschläge, feste Positionen und Ziele präsentieren – Ziele, die wir in den derzeitigen Konzepten der Regierung vermissen“, begründete Bayer die Initiative.
Schwerpunkt des Papiers sind Lösungen für den Schnittstellenbereich zwischen Spital und der Versorgung durch niedergelassene Ärzte. „Wir müssen strukturbedingte Kluft zwischen diesen Bereichen überwinden“, sagte Bayer.
Der Vorschlag der steirischen Ärztekammer: Die Spitalsambulanzen sollen aus der Krankenhausstrukturen organisatorisch herausgelöst und als unabhängige Ärztezentren von niedergelassenen und Spitalsärzten gemeinsam geführt werden. Das gleiche soll auch mit den bisherigen Kassenambulatorien geschehen.
„Das bedeutete eine wesentliche Effizienzsteigerung an der Nahtstelle, gleichzeitig rücken Spitals- und niedergelassene Ärzte enger zusammen“, so der steirische Ärztekammerpräsident. Für die Patienten bedeute das hohe Qualität, eine Erweiterung der freien Arztwahl.
Die Spitäler würden so wesentlich entlastet: „Die Ambulanzen sind ein wirtschaftlicher Klotz am Bein der Spitalserhalter“, so der Sprecher der Angestellten Ärzte, Herwig Lindner. Durch die zunehmende Inanspruchnahme der Ambulanzen für Basisleistungen sie die Zahl der Fälle in den letzten Jahren deutlich gestiegen – „vieles, was dort getan werden muss, hat mit den eigentlichen Aufgaben der Spitäler sehr wenig zu tun“.
Der Obmann der Niedergelassenen Ärzte, Jörg Pruckner, ist davon überzeugt, „dass durch diese Ärztezentren eine Brücke zwischen Spitälern und den Praxen niedergelassener Ärzte geschaffen wird“.
Die steirische Ärztekammer wird ihre gesundheitspolitischen Positionen massiv in die laufende Reformdiskussion einbringen, auch über die Steiermark hinaus. Gesundheitspolitiker in ganz Österreich wurden bereits informiert. „Mit diesem Positionspapier schaffen wir auch ein Gegengewicht zu den Reformideen, die am grünen Tisch in politischen Büros entstanden sind“, sagte Bayer: „Wir brauchen eine aus der Praxis entstandene, sanfte Reform statt einer Brutalreform – schließlich wollen wir nicht, dass eines der besten Gesundheitssysteme der Welt zerstört wird.“

Die gesamten „Aktuellen Gesundheitspolitischen Positionen“ der Ärztekammer Steiermark finden Sie unter der Adresse www.aekstmk.or.at.

Nähere Informationen:
Pressekoordination Martin Novak,
Telefon (0316) 8044-45 oder
0664 40 48 123
8011 Graz, Kaiserfeldgasse 29, Tel. 0316/8044-0,
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E-mail: presse@aekstmk.or.at
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