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Ärztekammer warnt: „PISA“ an Österreichs
Medizin-Universitäten droht

Forderungspaket für die Erhaltung des medizinischen Forschungsstandorts

7. Dezember 2004
Vor einer „Fortsetzung des PISA-Schocks der Schulen an den österreichischen Medizin-Universitäten“ warnten am Dienstag der Präsident der Ärztekammer Steiermark, Dietmar Bayer, und der Obmann der Angestellten Ärzte Herwig Lindner.

„Die Kürzung der Mittel zwingt die Universitäten, sich so auf die profitorientierte Drittmittel-Forschung zu konzentrieren, die Grundlagenforschung darf nicht auf der Strecke bleiben“, so Bayer und Lindner. Die Grundlagenforschung, auch die klinische Forschung und die damit verbundene Ausbildung, seien jedoch „die Basis der Qualität der medizinischen Wissenschaft in Österreich“. Sie zu gefährden, bedeute den medizinischen Forschungsstandort Österreich in Frage zu stellen.

Forciert werde diese Entwicklung durch die teils triste Situation der ärztlichen Forscher. Schlechte Bezahlung und befristete Dienstverhältnisse würden den an den Universitäten tätigen Ärztinnen und Ärzten keine ausreichenden beruflichen Perspektiven bieten und sie damit zur Abwanderung in andere Arbeitsbereiche zwingen.

Die Ärztekammer habe daher ein Forderungspaket beschlossen, das die Sicherstellung der Unabhängigkeit für Forschung und Lehre, die Gewährleistung eines durchlaufenden Karrieremodells, die Schaffung im internationalen Vergleich attraktiver Arbeitsbedingungen, die Sicherstellung der ärztlichen Ausbildung an den Medizinischen Universitäten auf höchstem Niveau sowie eine ausreichende Finanzierung durch die öffentliche Hand beinhaltet.

„Es wäre unverantwortlich, erst dann zu handeln, wenn die österreichische Forschungs- und Bildungspolitik vor den Trümmern der medizinischen Forschungsqualität steht – das Pisa-Desaster darf sich an den Universitäten nicht wiederholen“, verlangen Bayer und Lindner. Rasches Handeln sei daher notwendig.


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