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KAGes-Management will nach Verhandlungsfehlern Mitarbeiter schröpfen: Empörung bei Ärzten

Ärztekammerpräsident Bayer: KAGes will Land zum Wortbruch verführen

9. Dezember 2005

„In keinem Unternehmen kann akzeptiert werden, dass die Dienstnehmer für ein Versagen des Managements den Kopf hinhalten müssen“. So die Reaktion des steirischen Ärztekammerpräsidenten Dietmar Bayer auf den Versuch des KAGes-Managements sich das Geld, das es auf dem Verhandlungsweg von den privaten Krankversicherungen nicht bekommen hat, auf dem Verordnungsweg von den Spitalsärztinnen und Spitalsärzten zu holen.
Der Hintergrund: Von der im Vorjahr im Rahmen einer Zweijahresvereinbarung festgelegten Erhöhung der Tarife von 2,55 Prozent für 2006 hat sich das KAGes-Management auf 1,3 Prozent herunterhandeln lassen. „Offenbar um diesen Misserfolg auszugleichen“, so Bayer, wollen die KAGes-Manager den Anteil der Ärztinnen und Ärzte deutlich herabsetzen. Das soll durch eine Verordnung der steirischen Landesregierung geschehen, die das KAGes-Management entworfen hat.
„Diese Vorgangsweise ist auch der Versuch, den Eigentümer Land zur Anhebung des Anstaltsanteiles und damit zum Wortbruch zu verführen“, sagte der steirische Ärztekammerpräsident. Denn wie in der Verordnung für 2005 dokumentiert, ist mit dem damaligen Spitalslandesrat als Eigentümervertreter das Gegenteil vereinbart: Der Anstaltsanteil am Arzthonorar ist demnach ab 2006 wieder auf die ursprünglichen 19 Prozent zurückzuführen.
Als „höchst provokant“ bezeichnete Spitalsärzteobmann Herwig Lindner die Argumentation von KAGes-Vorstandsdirektor Ernst Hecke, er wolle für die KAGes damit eine „Inflationsanpassung“ zu Lasten der Ärztinnen und Ärzte erreichen: Der Sozialdemokrat Hecke brauche offenbar dringend gewerkschaftlichen Nachhilfeunterricht. „Eine Inflationsanpassung ist ein Mindestanspruch von Arbeitnehmern und keine Manager-Prämie.“
Lindner: „Ich erwarte mir daher, dass die Landesregierung diesem unfassbaren Ansinnen der KAGes eine eindeutige Absage erteilt.“ Management-Fehler durch „das Schröpfen von Dienstnehmern ausgleichen zu wollen ist weder sozialdemokratisch noch christlich-sozial, sondern schlicht unanständig“.

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