Zur Ärztekammer Steiermark Startseite

Veranstaltungen des Fortbildungsreferates
finden Sie hier

zum Kalender...
Werbebanner

Verstärktes Netzwerk soll chronischenSchmerzpatienten besser helfen

Enquete „Schmerztherapie – Eine interdisziplinäre Herausforderung“ in Graz

29. September

Rund 150.000 Steirerinnen und Steirer leiden laut Studien unter chronischen Schmerzen. Die Vernetzung der Betreuungsstrukturen für diese Patienten zu optimieren, ist das gemeinsame Anliegen der Gesundheitspolitik, der Ärztinnen und Ärzte, der sozialen Krankenversicherungen, der Pflegeorganisationen und der Krankenanstaltengesellschaft.

Eine vom Gesundheitsressort des Landes, der Ärztekammer, der KAGes und der Patienten-ombudsschaft mit Beteiligung der Gebietskrankenkasse heute gemeinsam veranstaltete Fach-Enquete, ist ein wichtiger Schritt zur Erreichung dieses Ziels.

„Die Beschwerden von Schmerzpatienten, die unzweifelhaft eine Einschränkung der Lebens-qualität darstellen, sind sehr ernst zu nehmen – sie brauchen die bestmögliche Behandlung“, sagte Gesundheitslandesrat Wolfgang Erlitz bei der Eröffnung. Der steirische Ärztekammerpräsident Dietmar Bayer wies auf die Notwendigkeit einer umfassenden Betreuung und der Erleichterung des Zugangs zur Therapie hin: „Schmerzpatienten leiden nicht nur unter Schmerzen, sondern auch darunter, dass es mitunter zu lange dauert, bis sie zu einer wirkungsvollen Therapie finden.“ Nur im Zusammenwirken aller beteiligten Organisationen könne das geändert werden.
„Jahrelange Erfahrungen zeigen, dass trotz Spitzenleistungen in der Medizin die Schmerzbehandlung nicht ausreichend funktioniert“, meinte Patientenombudsfrau Renate Skledar: Patienten hätten nicht ausreichend oder keine Kenntnisse über die Behandlungsmöglichkeiten. Schmerz würde immer noch in einem zu hohem Maß als unvermeidbares Übel gesehen.

Für eine Verstärkung der extramuralen Strukturen für Schmerzpatienten sprach sich der Medizinische Direktor der KAGes, August Gomsi aus: „Wie auch in anderen Bereichen der Krankenversorgung, so sollen auch bei der Behandlung von chronischen Schmerzpatienten die ambulanten und stationären Einrichtungen der Spitäler dann in Anspruch genommen werden, wenn die Angebote im niedergelassenen Bereich ausgeschöpft sind oder die spezielle Behandlung dies erfordert.“

Der Leiter des Heilmittelreferats der GKK, Harald Klier wies auf den gesetzlichen Auftrag der Sozialen Krankenversicherung hin, einfache und zweckmäßige Krankenbehandlung zu finanzieren. Nicht nur aus medizinischen sondern auch aus wirtschaftlichen Gründen sei die Einhaltung des WHO-Stufenschemas der Schmerztherapie sinnvoll.

Die Ergebnisse der Fachenquete sollen nach dem Willen aller Beteiligten rasch in die Praxis der Schmerzbehandlung einfließen. Als nächste Maßnahme ist eine Informationsveranstaltung für die Bevölkerung, die voraussichtlich Ende Februar kommenden Jahres in Graz stattfinden wird, geplant.


Nähere Informationen:
Pressekoordination Martin Novak,
Telefon (0316) 8044-45 oder
0664 40 48 123
8011 Graz, Kaiserfeldgasse 29, Tel. 0316/8044-0,
Fax 0316/81 56 71, Postfach 162
E-mail: presse@aekstmk.or.at
Internet: www.aekstmk.or.at
DVR 0054313



zur Übersicht
Folgen Sie uns: Folgen Sie uns auf YoutubeFolgen Sie uns auf Twitter

Die Ärztekammer Steiermark . Alle Rechte vorbehalten

IMPRESSUM | PRESSE