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8. April 2020


Wahlärztinnen und Wahlärzte

Ärztekammer: „Hauptberufliche Wahlärztinnen und Wahlärzte brauchen Hilfe, damit sie helfen können“

Zu den wirtschaftlich schwer Getroffenen der Coronakrise zählen die mehr als 700 hauptberuflichen Wahlärztinnen und Wahlärzte in der Steiermark. Für sie gibt es keine Unterstützung durch die Krankenkassen und kein zusätzliches Einkommen. Diese Ärztinnen und Ärzte tragen wesentlich zur Grundversorgung der steirischen Bevölkerung bei. „Hauptberufliche Wahlärztinnen und Wahlärzte brauchen Hilfe, damit sie ihre Ordinationen erhalten und helfen können“, appelliert nun der Obmann der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte, Ärztekammer-Vizepräsident Norbert Meindl, an Bund und Land.  

Über die Unterstützung der Ärztinnen und Ärzte mit ÖGK-Vertrag laufen bereits Verhandlungen, außerdem sind sie durch die vertraglich vereinbarten, monatlichen Vorauszahlungen zumindest ein wenig abgefedert.

Anders ist die Lage für die hauptberuflichen Wahlärztinnen und Wahlärzte, also solche, die nur von ihrer Ordination leben – ohne Kassenvertrag und ohne Einkommen aus einem anderen Arbeitsverhältnis. 463 Fachärztinnen und Facharzte sowie 275 Allgemeinmedizinerinnen und Allgemeinmediziner, in Summe also 738 Ärztinnen und Ärzte sind das in der Steiermark.

„Diese 738 Wahlärztinnen und Wahlärzte können mit keiner Unterstützung durch die Österreichische Gesundheitskasse rechnen, tragen aber viel zur ärztlichen Grundversorgung bei“, sagt Meindl. Es sei daher notwendig, „dafür zu sorgen, dass sie in kein wirtschaftliches, schwarzes Loch fallen und weiter ihre Patientinnen und Patienten versorgen können“, verlangt der Sprecher der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte. Ihm lägen Berichte vor, wonach viele der Wahlärztinnen und -ärzte trotz telemedizinischer Angebote gewaltige Einbrüche bei den Patientenkontakten hinnehmen müssten: „Alles was verschiebbar ist, verschieben die Menschen derzeit. Aber sie werden es bald nachholen wollen.“ Dafür müsse es dann aber auch die Ärztinnen und Ärzte geben.

Meindl weiter: „Niemand kann daher wollen, dass die Wahlarztpraxen die Krise wirtschaftlich nicht überstehen können. Die Menschen brauchen sie.“ Hier sei vor allem die öffentliche Hand, also Bund und Land, gefordert.

 




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