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2. Dezember 2016


Aktionstag der Ärztinnen und Ärzte am 14. Dezember 2016 in der Steiermark

„Seite an Seite mit unseren Patientinnen und Patienten
Parlament und Regierung wachrütteln“

Laute und deutliche Proteste in voller Übereinstimmung mit der Österreichischen Ärztekammer wird es am 14. Dezember auch in der Steiermark geben. Die Arztpraxen bleiben aber vorerst offen.

Keine Praxisschließungen, aber vielfältige und auch überraschende Protestaktionen wird es am 14. Dezember in der Steiermark geben. „Seite an Seite mit unseren Patientinnen und Patienten werden wir Parlament und Regierung wachrütteln“, sagt der steirische Ärztekammerpräsident Herwig Lindner am Freitag.

Und formulierte die nötigen Rahmenbedingungen: Zentren seien eine wichtige Ergänzung der haus- und fachärztlichen Grundversorgung, die aber nicht eingeschränkt oder gar aufgegeben werden dürfe. Um junge Ärzte zu motivieren, sich als Kassenärzte auch in kleineren Gemeinden niederzulassen, müssten Barrieren  im Kassensystem beseitigt werden.
 

Medizinische Versorgung am Land muss gesichert bleiben

„Wir dürfen das Land nicht aufgeben“, erinnert Lindner an die im Regierungsprogramm festgeschriebene „Stärkung der Regionen“. Fehler im Kassensystem, so Lindner, dürften nicht den kleinen Gemeinden in die Schuhe geschoben werden, die sich redlich um die ärztliche Versorgung bemühen, aber bei Bundespolitik und Krankenkassen auf taube Ohren stoßen. An geeigneten Orten seien Zentren und andere ärztliche Zusammenarbeitsformen sinnvoll, in vielen kleineren Gemeinden gäbe es aber keine Alternative zum klassischen Hausarzt, außer die Gesundheitspolitik wolle den Menschen die dort leben, die ärztliche Versorgung überhaupt wegnehmen.
 

Gesundheitsversorgung wird finanziell ausgehungert

Der steirische Ärztekammerpräsident weist auch auf die immer bedrängendere finanzielle Situation im Gesundheitsbereich hin. Laut EU-Statistik sind die öffentlichen Gesundheitsausgaben gemessen an der Wirtschaftskraft in den letzten Jahren im Sinken, obwohl die alternde Gesellschaft und die neuen medizinischen Möglichkeiten deutliche Erhöhungen nötig machen würden.

Im Jahr 2013 machen die inflationsbereinigten, öffentlichen Gesundheitskosten in Österreich nur mehr 7,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus – deutlich weniger als noch 2009. „Politiker versprechen das Blaue vom Himmel und hungern die Gesundheitsversorgung gleichzeitig systematisch aus“, so Lindner.
 

Nur Umschichtung

Die versprochenen 200 Millionen Euro für Zentren würden der Gesundheitsversorgung an anderen Stellen weggenommen und seien daher nur eine „politische Umschichtung“. Die Leistungen, so Lindner, „werden schleichend ausgedünnt, die Ärztekammer solle als unbequemer Mahner ausgeschaltet werden: „Aber den Gefallen, zur langsamen Zerstörung der Gesundheitsversorgung zu schweigen, werden wir der Politik nicht machen“, sagt der steirische Ärztekammerpräsident.

 




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