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16. Juli 2021


ÖGK-Stellen


Kassenverträge für alle Ärztinnen und Ärzte – steirischer Obmann der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte reagiert positiv, stellt aber kritische Fragen

Kritik an Vorgangsweise des ÖGK-Obmanns: Kassenverträge öffnen wollen und sie gleichzeitig schlechtreden, ist kein Mittel gegen den Kassenärztemangel.

Dem Vorschlag von ÖGK-Obmann Andreas Huss, jedem Arzt einen Kassenvertrag zu geben, der das wolle, kann der Obmann der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte in der Steiermark, Ärztekammer-Vizepräsident Christoph Schweighofer, „durchaus etwas abgewinnen“. Aber Huss müsse auch sich daraus ergebende Fragen beantworten.

•    Wie soll sichergestellt werden, dass die Versorgung über das gesamte Land hinweg gleichmäßig gesichert ist und nicht auf größere Städte konzentriert wird?

•    Gilt der Vorschlag für alle Fächer, also auch solche, wo die ÖGK bisher keine Stellen genehmigt habe?

•    Kann die ÖGK sicherstellen, dass die Honorare und Leistungen für jene Fächer, die derzeit wenig attraktiv sind, entsprechend verbessert werden?

•    Würden mit der Öffnung der Kassenstellen auch die Einschränkungen (manche Leistungen können bei nur einem oft sehr kleinen Teil der Patientinnen und Patienten verrechnet werden, bei anderen sinken die Tarife mit der Zahl der Behandlungsfälle) fallen?

Leider sei Huss über die derzeitige Vorgangsweise der eigenen Kasse nur schlecht informiert. Denn selbstverständlich würden sich auch Wahlärztinnen und Wahlärzte an die Verrechnungsregeln halten, damit ihre Patientinnen und Patienten halbwegs erträgliche Rückerstattungen von der Kasse erhalten. Und auch Ärztinnen und Ärzte mit Kassenvertrag seien keineswegs überall zur Teilnahme am Bereitschaftsdienst verpflichtet.

„Kassenverträge öffnen zu wollen und sie gleichzeitig schlechtzureden, ist eine seltsame Strategie des ÖGK-Obmanns“, warnte Schweighofer. So sei dem Kassenärztemangel jedenfalls nicht beizukommen.




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