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„10. Seminare im März“ der Ärztekammer Steiermark mit Schwerpunktthema Schilddrüsenerkrankungen

Schilddrüsenhormone/Medizin/Fortbildung

19. März 2010

Von 19. bis 27. März finden die „Seminare im März“ der Ärztekammer Steiermark statt.
Rund 600 Ärztinnen und Ärzte aus der gesamten Steiermark werden an den 29 Seminaren und 2 Vortragsabenden im Grazer Congress teilnehmen.

„Laufende ärztliche Fortbildung ist nicht nur Verpflichtung für uns Medizinerinnen und Mediziner, sie ist auch ein zentrales Element der Qualitätssicherung im Dienste unserer Patienten.“, so Ärztekammerpräsident Dr. Wolfgang Routil, der auch Präsident der Österreichischen Akademie der Ärzte ist.

Highlight der Fortbildungstage, die heuer zum zehnten Mal stattfinden, ist der Vortragsabend „Optimale Therapie von Schilddrüsenerkrankungen“. Experten wie Univ. Prof. Dr. Michael Weissel, Univ. Prof. Dr. Rainer Lipp, OA Dr. Claudia Piswanger-Sölkner und OA Dr. Wolfgang Buchinger geben ein Update in dieser komplexen Causa und berichten in der Steiermark - die noch immer Hochburg der Schilddrüsenfehlfunktionen ist - über die neuesten Forschungsergebnisse und Therapieerfolge.

Die Schilddrüse ist ein kleines, schmetterlingsförmiges Organ im Hals unter dem Schildknorpel vor der Luftröhre und reguliert mit ihren Hormonen vor allem die gleichbleibende Körpertemperatur, den Wasserhaushalt und den Sauerstoffverbrauch aber auch die Funktionen des Gehirns.
Über den Kohlenhydrat-, Fett- und Eiweißstoffwechsel nehmen die Schilddrüsenhormone außerdem indirekt Einfluss auf das Wachstum und die körperliche Entwicklung und wirken auch auf die Psyche und - ganz entscheidend - auf die geistige Entwicklung und Leistungsfähigkeit.
Hauptbestandteil der Schilddrüsenhormone und damit lebensnotwendig, ist das Element Jod. Von diesem werden zwar nur ganz geringe Mengen gebraucht, aber selbst diese stehen oft nicht zur Verfügung: So beträgt die täglich notwendige Jodmenge beim Erwachsenen nur 200µg, das sind 2 Zehntausendstel Gramm - d.h. wir brauchen im gesamten Leben nur etwa 4 bis 5 Gramm Jod.
Ursache dafür, dass die Steiermark noch immer ein klassisches „Kropfland“ ist, sind unsere jodarmen Böden. „Indem man aber das Salz als Vehikel für die Jodzufuhr eingesetzt und die Anreicherung unseres Speisesalzes mit Jod gesetzlich verankert hat, hat man die Kropfhäufigkeit, aber auch die anderen, durch Jodmangel hervorgerufenen Krankheiten, wie körperliche und geistige Entwicklungsstörungen, Unfruchtbarkeit und erhöhte Säuglingssterblichkeit deutlich reduziert“, erläutert OA Dr. Wolfgang Buchinger.
Jüngste Studien zeigen aber, dass eine ausreichende Jodversorgung nicht mehr zur Gänze gewährleistet ist, wodurch es erneut zu Jodmangelerscheinungen bei weitreichenden Teilen der Bevölkerung kommt. Hauptursache dafür dürften vor allem der empfohlene sparsame Salzgebrauch und der häufige Verzehr von Fertigprodukten sein. „Denn während unser Speisesalz mit Jod angereichert sein muss, ist das Industriesalz teilweise Jodfrei“, schildert OA Dr. Buchinger die aktuelle Situation und empfiehlt den Jodbedarf durch den wohldosierten Genuss von jodhältigen Mineralwässern oder regelmäßigen Verzehr von Meeresfischen (z.B. einmal pro Woche) zu decken.
Bei den „Seminaren im März“ wird der Internist und Nuklearmediziner aber auch auf die unterschiedliche Wirksamkeit von Schilddrüsenhormontherapien und die zusätzliche Gabe von Trijodthyronin - dem eigentlichen Wirkhormon - im Rahmen der Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen eingehen.



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