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Spitalsärzteversammlung im LKH Graz
20.11.2018, 14.30 Uhr

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Verpflichtende Lehrpraxis Allgemeinmedizin nach ÄAO 2015

Absolvierung der verpflichtenden Lehrpraxis in der Steiermark:

In der Steiermark werden die Turnusärzte direkt beim Lehrpraxisinhaber angestellt, das heißt, dass das Dienstverhältnis zum Spitalsträger spätestens mit Ende des Spitalsturnusses endet.

Das Beschäftigungsausmaß in der Lehrpraxis beträgt in Vollzeit 30 Wochenstunden. Es kann auch eine Ausbildung in Teilzeit erfolgen, wobei zumindest 15 Wochenstunden vereinbart werden müssen.

Finanzierung der Lehrpraxis:

Es werden 90 % der Gehaltskosten der/des Lehrpraktikantin/Lehrpraktikanten (inkl. Dienstgeber-Anteile) für eine Beschäftigung im Ausmaß von 30 Wochenstunden für 6 Monate gemeinsam von Bund, Land und Sozialversicherungsträgern finanziert. Die verbleibenden 10 % der Kosten werden vom Lehrpraxisinhaber getragen.

Die Förderungsabwicklung übernimmt in der Steiermark die Ärztekammer.

Die Sonderrichtlinie Lehrpraxisförderung ist auf der Homepage des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz (BMASGK) abrufbar.

Anerkannte Lehrpraxen nach ÄAO 2015:

Hier finden Sie eine Liste der aktuell anerkannten Lehrpraxen nach ÄAO 2015 . Es erfolgt keine Zuteilung der Lehrpraxisstellen durch die Ärztekammer.

Stellen eines Förderantrags:

1) Sobald sich ein Lehrpraxisinhaber und eine/ein Lehrpraktikantin/Lehrpraktikant zur Zusammenarbeit im Rahmen der verpflichtenden Lehrpraxis verständigt haben, sind folgende Unterlagen bei der Ärztekammer einzureichen.

- Förderantrag

- Dienstzettel

- Zustimmung der/des Turnusärztin/Turnusarztes zur Datenverwendung inkl. der Bestätigung, dass eine Förderung noch nicht bzw. nicht zur Gänze bezogen wurde

- aktueller Gehaltszettel der/des Turnusärztin/Turnusarztes

Die Unterlagen sind frühestens 6 Monate und spätestens 8 Wochen vor Beginn der Ausbildung in der Lehrpraxis an die Ärztekammer per E-Mail an ausbildung@aekstmk.or.at zu übermitteln. Es ist zu beachten, dass der Beginn der Ausbildung in der Lehrpraxis nur zum Monatsersten möglich ist.

2) Spätestens mit Stellen des Förderantrages hat eine Kontaktaufnahme der/des Turnusärztin/Turnusarztes mit der Ausbildungsabteilung für eine Terminvereinbarung zur Vorlage der Rasterzeugnisse (im Original) zu erfolgen.

3) Seitens der Ärztekammer erfolgt eine Vorprüfung der Förderungswürdigkeit. Diese wird bestätigt und werden die Unterlagen zur endgültigen Förderbestätigung an das BMASGK übermittelt.

WICHTIG: Ohne Kontrolle der Rasterzeugnisse kann die Vorprüfung der Förderungswürdigkeit seitens der Ärztekammer nicht erfolgen.

4) Das BMASGK bestätigt die Förderungswürdigkeit vor Antritt der Ausbildung in der Lehrpraxis mit einem Zuerkennungsschreiben.

Entlohnung der Lehrpraktikanten:

Die Entlohnung richtet sich nach dem Kollektivvertrag Lehrpraxis Allgemeinmedizin nach ÄAO 2015. Dieser verweist für die Steiermark auf das jeweils geltende Entlohnungsschema der KAGes .

Lehrpraxis-Gesamtvertrag:

Der Tätigkeitsumfang der Lehrpraktikantin / des Lehrpraktikanten ergibt sich aus dem Gesamtvertrag Lehrpraxis für die ÄAO 2015 .

Abrechnung der Förderung am Ende der Lehrpraxis:

Spätestens 3 Wochen nach Beendigung der Ausbildung in der Lehrpraxis sind folgende Unterlagen in der Ärztekammer vorzulegen:

- Rasterzeugnis Allgemeinmedizin im Original

- ggf. Rasterzeugnisse HNO und Haut- und Geschlechtskrankheiten im Original, wenn diese im Rahmen der verpflichtenden Lehrpraxis absolviert wurden

- Auszug aus dem Lohnkonto über den Förderungszeitraum (per E-Mail an ausbildung@aerztekammer.at)

Bei einer Nichtvorlage sieht die Sonderrichtlinie Lehrpraxisförderung ein Rückforderungsrecht der bezogenen Förderung vor.

FAQ’s zur verpflichtenden Lehrpraxis:

- Wie hoch ist das Gehalt in der Lehrpraxis?

Es gibt einen eigenen Kollektivvertrag Lehrpraxis Allgemeinmedizin nach ÄAO 2015. Das Gehalt in der Lehrpraxis richtet sich nach der Einstufung in der KAGes.

Da das Beschäftigungsausmaß in der Lehrpraxis aber nur 30 Wochenstunden (für Vollzeit) beträgt, ist das jeweilige Grundgehalt gemäß Einstufung mit 75 % zu multiplizieren. Zusätzlich wird eine Gefahrenzulage von EUR 60 plus eine allfällige Kinderzulage bezahlt.

- Wenn mehr als 30 Wochenstunden in der Lehrpraxis gearbeitet werden, werden diese auch gefördert?

Nein, die Förderung ist auf 30 Wochenstunden für einen maximalen Zeitraum von 6 Monaten begrenzt.

- Kann die Lehrpraxis auch in Teilzeit absolviert werden?

Ja, das Mindestausmaß muss aber zumindest 15 Wochenstunden betragen.

- Wird eine Förderung auch für eine Lehrpraxis in Teilzeit gewährt und für wie lange?

Die Förderung ist auch für Teilzeit vorgesehen, wobei die Wochenarbeitszeit zumindest 15 Wochenstunden betragen muss. Dementsprechend verlängert sich auch der Förderungszeitraum aliquot.

- Kann die Lehrpraxis auch bei 2 Lehrpraxisinhabern absolviert werden?

Ja; es sind dann 2 Förderanträge zu stellen.

- Wo sind die Rasterzeugnisse für die Lehrpraxis zu finden?

Auf der Homepage der ÖÄK unter http://www.aerztekammer.at/allgemeinmedizin2015 . Es sind dies die Anlagen 1.1 bis 1.1.2

- Was darf die/der Lehrpraktikantin/Lehrpraktikant in der Ordination alles tun?

Der Tätigkeitsumfang der Lehrpraktikantin / des Lehrpraktikanten richtet sich nach dem Gesamtvertrag Lehrpraxis für die ÄAO 2015 .

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