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Topnews in Stichworten:
Werberichtlinien - Schilderordnung

Stand: Juni 2015


Die wichtigsten Informationen auf einen Blick:

Sachliche und wahre Information ist zulässig, Werbung im engeren Sinn ist unzulässig.
 

Rechtsgrundlagen

  • ÄrzteG 1998
  • Richtlinie der ÖÄK "Arzt und Öffentlichkeit"
  • Schilderordnung

Beratung und Service

Ärztekammer für Steiermark,
Kaiserfeldgasse 29, 8010 Graz

Mag. Horst Stuhlpfarrer, MPH
Tel: (0316) 8044-61

Fax: (0316) 81 56 71
 

Rechtliche Grundlagen

Die wesentlichsten Rechtsgrundlagen dafür finden sich im Ärztegesetz, in der Richtlinie der ÖÄK "Arzt und Öffentlichkeit" (Werberichtlinie), sowie der Schilderordnung.
 

§ 53 ÄrzteG 1998

Erlaubt sind Informationen, die wahr, sachlich und nicht standeswidrig sind.
 

Werberichtlinie

Das vorab beschriebene ärztegesetzliche Gebot ist in der Werberichtlinie, die mit Beschluss der Vollversammlung der Österreichischen Ärztekammer vom 12.12.2003 wesentlich vereinfacht und reduziert wurde, näher ausgeführt. Gemäß der Werberichtlinie ist es dem Arzt möglich, über seine Tätigkeit sachlich, wahrheitsgemäß und ohne das Ansehen der Ärzteschaft zu beeinträchtigen, zu informieren. Verboten sind aber nach wie vor das Darstellen einer wahrheitswidrigen medizinischen Exklusivität, die Selbstanpreisung der eigenen Person oder Leistung durch aufdringliche bzw. marktschreierische Darstellung, sowie die Werbung für Arzneimittel, Heilbehelfe und sonstige medizinische Produkte, sowie für deren Hersteller und Vertreiber.
Der Arzt hat in zumutbarer Weise dafür zu sorgen, dass standeswidrige Informationen auch durch Dritte, insbesondere durch Medien, unterbleiben.
Klar ist, dass trotz aller Versuche mit der Richtlinie eine Abgrenzung zu schaffen, keine wirklich abschließende Regelung möglich ist. Es kann also immer wieder nur dringend angeraten werden, bei Informationen und im Umgang mit den Medien, äußerste Zurückhaltung an den Tag zu legen.


Welche Angaben sind am Ordinationsschild erlaubt

Neben Name, Berufsbezeichnung und akad. Grad (notwendiger Inhalt) sind insbesondere folgende Angaben erlaubt: Titel wie MR, OMR, Univ.Prof., Zusätze wie Primarius am ..., Oberarzt am ..., Militärarzt, Kurarzt, Notarzt, Ordinations-zeiten (Sprechstunden), Telefonnummer, Krankenversicherungsträger, Wahlarzt, Hausapotheke, Lehrpraxis, Vorsorge (Gesunden-)Untersuchung, Mutter-Kind-Pass-Untersuchung, allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sach-verständiger für ..., ein Logo, eine bildliche Darstellung, Ordinations- und Apparategemeinschaften (sofern sie als gesellschaftlicher Zusammenschluss eines Firmennamens bedürfen), Hinweise auf Kreditkarten und dergleichen, sonstige Zusätze (z.B. über besondere ärztliche Leistungen).
ÖÄK-Diplome und Additivfächer dürfen angeführt werden. Derzeit gibt es folgende ÖÄK-Diplome und Zertifikate: Fortbildung
 

  • Arbeitsmedizin
  • Angiologische Basisdiagnostik
  • Elektroenzephalographie
  • Ernährungsmedizin
  • Genetik
  • Geriatrie
  • Klinischer Prüfarzt
  • Krankenhaushygiene
  • Kurortemedizin
  • Notarzt
  • Palliativmedizin
  • Psychosoziale Medizin (Psy I)
  • Psychosomatische Medizin (Psy II)
  • Psychotherapeutische Medizin (Psy III)
  • Schularzt
  • Sportmedizin
  • Umweltmedizin
  • Zahnärztliche Hypnose und Kommunikation
  • Komplementäre Medizin: Akupunktur
  • Komplementäre Medizin: Anthroposophische Medizin
  • Komplementäre Medizin: Diagnostik und Therapie nach Dr.F.X.Mayr
  • Komplementäre Medizin: Homöopathie
  • Komplementäre Medizin: Manuelle Medizin
  • Komplementäre Medizin: Neuraltherapie
  • Komplementärverfahren in der Zahnheilkunde


Sanktionen

Über Verstöße gegen das Werbeverbot entscheidet die Disziplinarkommission gemäß §§ 135 ff ÄrzteG 1998;
Weiters wird ein Verstoß als Verwaltungs-übertretung gemäß § 199 ÄrzteG 1998 geahndet.




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