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Bezirksärzteversammlung Bruck/Mur-Mürzzuschlag
16.10.2018, 19:30 Uhr

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Zugang zum Gesundheitssystem: Austria first

Wo in Europa haben Menschen die beste Chance, bei Bedarf medizinische Hilfe zu bekommen? In Österreich und in den Niederlanden. Laut der jüngsten EU-weiten Befragung sagen in diesen beiden Ländern nur 0,2 Prozent der Bevölkerung, dass sie diesen Zugang nicht haben. Selbst in der reichen Schweiz, die in Europa bekanntlich am meisten Geld für Gesundheit ausgibt, ist der Zugang schlechter.

Im Fußball sind nach der jüngsten WM zwar Frankreich, Kroatien und Belgien unbestritten Spitze, beim Zugang zum Gesundheitssystem führen aber Österreich, die Niederlande und Deutschland.

Nur eine verschwindend kleine Minderheit der Österreicherinnen und Österreicher – nämlich 0,2 Prozent – sagen, dass sie den nötigen Zugang nicht haben. Was im Umkehrschluss bedeutet, dass ihn 99,8 Prozent haben.

Das mag angesichts der heftigen Debatten um die österreichische Gesundheitsversorgung und der alarmierenden Meldungen in den Medien – aber auch der Alarmrufe mancher Expertinnen und Experten – erstaunen. Aber es ist Faktum.

In den beiden Jahren zuvor war die Situation in Österreich mit 0,1 Prozent ohne verlässlichen Zugang noch besser. Was aber bei diesen Werten schon in den Bereich der statistischen Unschärfe fällt. Und mittelfristig verbessert sich der Zugang. Im Jahr 2008 sagten noch 0,7 Prozent in Österreich, dass ihr Bedarf nach medizinischer Hilfe nicht befriedigt würde.

Die Unterschiede in Europa sind beträchtlich: Am unteren Ende der Liste finden sich Estland, Griechenland und Lettland, wo zwischen 15,3 und 8,2 Prozent über Zugangsprobleme klagen. Im österreichischen Nachbarland Italien waren es im Jahr 2016 immerhin 5,5 Prozent.

Die skandinavischen Länder Norwegen, Dänemark und Schweden haben jeweils Werte über 1 Prozent, Finnland gar mehr als 4 Prozent. Überraschend gut liegt übrigens Slowenien mit 0,4 Prozent Nichtzugang – gleichauf mit Luxemburg, das bei den Gesundheitsausgaben pro Kopf EU-Spitze ist.

Fußball-Weltmeister Frankreich kommt übrigens auf 1,3 Prozent Nichtzugang und damit auf einen etwas besseren Wert als Vize-Weltmeister Kroatien mit 1,7 Prozent. Der Fußball-WM-Dritte Belgien liegt beim Zugang zum Gesundheitssystem übrigens exakt im Schnitt der Europäischen Union: 2,5 Prozent ohne Zugang. Da liegt das Vereinigte Königreich, der WM-Vierte, anders als beim Fußball mit einem Prozent doch etwas besser. Aber nicht besser als der Fußballzwerg Malta: Dort beträgt der Wert auch ein Prozent.

 

AERZTE Steiermark Juli-August 2018

 

Chart: Conclusio

Symbolbild 1
 



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