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25.11.2017, ab 09:30 Uhr

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Nationalratswahl: 45 Ärztinnen und Ärzte kandidieren

45 von 4.047 Kandidatinnen und Kandidaten auf den Listen der Parteien für die Nationalratswahl 2017 sind Ärztinnen und Ärzte. Allerdings nur wenige an so genannter „wählbarer Stelle“. Die per Resolution der Österreichischen Ärztekammer erhobene Forderung nach Ärztinnen und Ärzten an wählbarer Stelle wurde damit zumindest teilweise erfüllt.

Mit Sicherheit wird die amtierende Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner nach der Papierform in den Nationalrat einziehen. Als Nr. 2 auf der SPÖ-Bundesliste , Nr. 8 auf der Wiener Landesliste und Nr. 1 in ihrem Wiener Regionalwahlkreis ist sie quasi fix gesetzt. Kleiner Schönheitsfehler aus ärztlicher Sicht: Die habilitierte Tropenmedizinerin steht auf keiner Ärzteliste, kann ihren erlernten Beruf also derzeit nicht ausüben. Die weiteren neun ärztlichen SPÖ-Kandidatinnen und -Kandidaten sind – weit hinten – zwischen Bundeslistenplatz 96 und 438 positioniert, auch die Platzierung auf den Landes- und Regionallisten spricht nicht für den Einzug ins Parlament.

Die ÖVP hat zwar zwei Ärzte weniger auf den Listen als die SPÖ, aber die Volkspartei hat laut Statistiker Erich Neuwirth auch insgesamt 32 Kandidatinnen und Kandidaten weniger als die Sozialdemokratische Partei nominiert, nämlich 677. Und mehrere könnten in den Nationalrat gelangen: Der oberösterreichische Dermatologie-Primar Werner Saxinger schafft es als Nr. 15 auf der Bundes- und Nr. 19 auf der Landesliste dann, wenn die aktuellen Wahlprognosen weitgehend halten und wenn ganz vorne gereihte Kandidatinnen und Kandidaten bei einer etwaigen Regierungsbeteiligung statt in den Nationalrat in den Ministerrat kommen. Der ehemalige Grazer Meduni-Rektor Josef Smolle kann als Nr. 4 der steirischen ÖVP-Landesliste ebenfalls mit hoher Wahrscheinlichkeit auf ein Mandat hoffen. Weitere sieben Ärztinnen und Ärzte stehen noch auf der VP-Bundesliste, die insgesamt nur 100 Namen umfasst. Begrenzt sind die Chancen der Kandidatinnen und Kandidaten anderer Parteien, die meisten sind an weitgehend aussichtsloser Stelle gereiht, einige wenige, wie der Salzburger Arzt Karl Schnell (FLÖ), können nur darauf hoffen, dass ihre Partei die Hürde für den Einzug in den Nationalrat schafft. Gewisse Aussichten hat lediglich die Linzer Radiologin Brigitte Povysil als Nr. 2 der Linzer FPÖ-Liste, wo die Partei derzeit über einen Sitz verfügt.

Dreifach-Platzierungen

Weniger als ein Drittel aller Kandidatinnen und Kandidaten finden sich auf Bundes-, Landes- und Regionallisten, die meisten nur an zählbarer und nicht wählbarer Stelle.

Eine Ausnahme ist Karlheinz Kornhäusl: In Graz und Graz-Umgebung steht er auf Listenplatz 6 und hofft, mit entsprechender Performance vom vorzugsstimmenfreundlichen System der ÖVP (6 statt der im Wahlrecht vorgesehenen 14 Prozent) profitieren zu können. Nach dem Wahlergebnis 2013 wären gut 2.000 Stimmen erforderlich, die Zahl steigt natürlich, wenn die Volkspartei besser abschneidet. Was ihm aber Auftrieb gibt: Er gehört zum erlesenen Kreis der 28 ÖVP-Kandidatinnen und -Kandidaten, die auf allen drei Listen (20 auf der Landes-, 27 auf der Bundesliste) vertreten sind. Und er ist nur einer von zwei ÖVP-Ärzten (der andere ist ein burgenländischer Allgemeinmediziner).

 

Fotos: Conclusio, beigestellt

Grafik: Conclusio




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