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Wagna: Von 6 bis 19 Uhr „Betriebs“-Tagesmutter

Eine Kinderbetreuung, die den Arbeitszeiten entspricht –  damit können Dienstgeber Punkte machen. Im LKH Südsteiermark – Standort Wagna gibt es dafür seit Kurzem eine „Betriebs-Tagesmutter“ in eigens adaptierten Räumlichkeiten. Das Besondere: Betreut werden Kinder von 0 bis 14 Jahren.

Kinderkrippe, Kindergarten … solche Betreuungsangebote gibt es, auch in einigen Landeskrankenhäusern, vielfach in Kooperation mit öffentlichen Einrichtungen. Mit einem Problem haben aber viele Betriebe (nicht nur Krankenhäuser) zu kämpfen: Gesetzliche Vorgaben machen es nicht immer einfach, die zeitlichen Bedürfnisse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu erfüllen.
In Wagna nutzt man seit Kurzem das Modell „Betriebstagesmutter“, das seit 2007 von den „Tagesmüttern Steiermark“ angeboten wird. Wichtigste Voraussetzung: Das Unternehmen muss Räumlichkeiten zur Verfügung stellen, die den gesetzlichen Vorgaben entsprechen.
Dank des Engagements der stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden Ingeborg Zadravec und des stellvertretenden Kurienobmanns Karlheinz Kornhäusl, der auch selbst in Wagna arbeitet, ist es gelungen, das Projekt auf die Beine zu stellen. Wichtig war weiters die Unterstützung des ärztlichen Direktors Othmar Grabner und von Betriebsdirektorin Caroline Buchmann-Hirschmann und dass auch der KAGes-Vorstand mit Karlheinz Tscheliessnig und Ernst Fartek voll hinter dem Projekt steht.
Das Glück half auch: Es wurde eine großzügige Wohnung frei, die ziemlich genau den Anforderungen entsprach. Die musste aber erst adaptiert werden. Dank des Einsatzes von Zadravec ist das auch gelungen, trotz bescheidener Mittel und dank der Hilfe von Sponsoren, die aber natürlich erst überzeugt werden mussten. Das Land versprach eine Förderung von 5.000 Euro.

Im Jänner startete die Betreuung von vier Kleinkindern mit Tagesmutter Melanie Weiermann. Grundsätzlich können 0- bis 14-Jährige betreut werden. Für Ältere gibt es auch ein Lernzimmer. Um 6 Uhr in der Früh (im Extremfall sogar etwas früher) können die Kinder gebracht werden, bis 19 Uhr ist die Betreuung garantiert. Die Verpflegung kommt aus der Spitalsküche. Die Kosten für die Eltern richten sich nach dem offiziellen Tarif der Tagesmütter. Bei 15 Stunden sind es 138 Euro pro Monat.

Sowohl Ingeborg Zadravec als auch Karlheinz Kornhäusl haben einen persönlichen Zugang zum Thema: Zadravec hätte sich für ihre Kinder eine Betreuung gewünscht, die es aber damals nicht gab, Kornhäusl und seine Frau, die ebenfalls Ärztin in Wagna ist, haben selbst eine kleine Tochter und freuen sich daher über die Möglichkeit.
„Ein Kinderbetreuungsangebot sollte überall selbstverständlich sein. Schön dass es uns gelungen ist, das jetzt zu schaffen“, sagt Grabner. Die offizielle Eröffnung mit dem KAGes-Vorstand findet am 2. Februar statt.

 

Fotos: Conclusio




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