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DFP: Aufholjagd der Spitalsärzte gestartet

Dass die gesetzlich vorgeschriebene ärztliche Fortbildungsverpflichtung konkret nachgewiesen werden muss, dürfte mittlerweile allgemein bekannt sein. Dass ab September 2016 systematisch überprüft und gegebenenfalls sanktioniert wird, ebenfalls. Dennoch gibt es immer noch Lücken und große Unterschiede.

Was hat Graz-Umgebung, was andere Bezirke nicht haben? Diese Frage stellt man sich, wenn man die DFP-Bezirksstatistik anschaut. Hier gibt es die höchste DFP-Beteiligung angestellter Ärztinnen und Ärzte und sie ist nur wenig geringer als die ihrer niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen. Bezogen auf angestellte Ärztinnen und Ärzte ist Graz-Umgebung also der Fortbildungsbezirk Nummer 1 in der Steiermark.
Schlusslicht dagegen ist Murau. Die Beteiligung ist am geringsten und der Abstand zu den Niedergelassenen am größten.
Graz-Stadt liebt die Extreme. Die Beteiligung ist gering, aber auch der Abstand zu den Niedergelassenen ist nicht hoch. Was aber auch daran liegen könnte, dass gerade in der Landeshauptstadt die DFP-Beteiligung im Steiermarkvergleich (auch bei den Niedergelassenen) bescheiden ist.
Statistisch positiv hervorzuheben ist auch noch der Bezirk Leoben. Hier gibt es ähnliche Werte wie in Graz-Umgebung.
Eine Frage stellt sich allerdings: Warum ist die Beteiligung angestellter Ärztinnen und Ärzte am Diplom-Fortbildungsprogramm überall geringer als die Niedergelassener? Es dürfte, wie Experten meinen, nicht am mangelnden Fortbildungsinteresse liegen. Ein Grund kann sein, dass viele Angestellte lange Zeit glaubten, dass die gesetzliche Nachweispflicht der Fortbildung für sie nicht gilt und sie sich daher (zu) wenig um die Dokumentation der Fortbildung gekümmert haben. Dieses Informationsdefizit sollte mittlerweile nicht mehr bestehen. Die Nachweispflicht gilt für alle Ärztinnen und Ärzte, die ihr ius practicandi besitzen und als solche in die Ärzteliste eingetragen sind. Also natürlich auch Angestellte und – was auch nicht alle immer wussten – Wohnsitzärztinnen und -ärzte. Ausgenommen sind nur jene, die noch in Ausbildung stehen und daher kein Recht zur selbstständigen Berufsausübung haben.
Noch eine mögliche Erklärung gibt es: Spitalsärztinnen und -ärzte nehmen ihre Ausbildung eher über Kongresse im Ausland wahr. Dort können österreichische DFP-Punkte nicht automatisch von den Veranstaltern beantragt werden, es bedarf einer nachträglichen Anerkennung aufgrund einer Bestätigung über die Teilnahme (Zeitraum und Inhalte). Aber diese nachträgliche Anerkennung ist natürlich vorgesehen und recht einfach möglich.
Um Detailfragen zu klären, bietet die Ärztekammer seit November im Rahmen der sogenannten „DFP-Roadshows“ auch individuelle Beratungsgespräche an.
Begonnen hat die Veranstaltungsserie in Feldbach. Inzwischen haben bereits 26 Termine stattgefunden bzw. sind schon fixiert. Rund 400 Ärztinnen und Ärzte aus den Landeskrankenhäusern, aber auch von privaten Dienstgebern, werden bis zum Ende der Initiative teilgenommen haben, das lässt sich aus dem (großen) Interesse ableiten.
Beim Termin im LKH-Universitätsklinikum Graz war auch der ärztliche Direktor Gernot Brunner dabei. Für alle, die den Termin versäumt haben, wird es am 30. März noch einen Termin geben.

DFP – ja klar!

Acht namhafte Entscheidungsträger sagen, warum das DFP für Spitalsärzte wichtig ist.

„Durch rasante Entwicklungen in der Medizin ist die Halbwertszeit des medizinischen Wissens sehr kurz. Dadurch ist es unumgänglich, dass sich jede/jeder verantwortungsbewusste Ärztin/Arzt ständig weiterbildet. Mit dem DFP der Österreichischen Ärztekammer haben wir die Möglichkeit, dies auch nachweislich zu tun und müssen es nur nützen … meint ein schon  jahrelanger DFP-Inhaber …“
Prim. Dr. Bernd Bauer, Ärztlicher Direktor, LKH Hörgas Enzenbach

„Ständige Fort- und Weiterbildung ist eine grundsätzliche Prämisse zur Qualitätssicherung in der Medizin. Das Ärztegesetz wurde insofern novelliert, dass diese Fortbildungen zu dokumentieren und nachzuweisen sind. Um die Erreichung von DFP-Punkten zu erleichtern, werden am LKH-Univ. Klinikum Graz mit sofortiger Wirkung alle Fortbildungsveranstaltungen DFP-approbiert. Selbstverständlich habe auch ich als Ärztlicher Direktor meine DFP-Punkte bereits gemeldet.“
Ao. Univ.-Prof. Dr. Gernot Brunner, Ärztlicher Direktor, LKH-Univ. Klinikum Graz

„Das DFP-Fortbildungsdiplom zu besitzen und damit den Fortbildungsnachweis zu erbringen, ist ganz einfach. Es dürfte für niemanden ein Problem sein, die Punkte zu erreichen und das Diplom online zu beantragen.“
Prim. Dr. Reinhard Doppler, Medizinische Abteilung, LKH Rottenmann

„Fortbildung ist nicht nur Verpflichtung, sondern auch ein grundlegendes Bedürfnis jeder Ärztin/jedes Arztes, die/der die Behandlung kranker Menschen ernst nimmt – ganz gleich wo man beschäftigt ist. Auch wenn man im Krankenhaus den Eindruck hat, immer am neuesten Wissen teilzuhaben, ist strukturierte Fortbildung und deren Nachweis auch für Krankenhausärztinnen/-ärzte unbedingt erforderlich. Mit dem DFP gelingt dies ganz einfach, die Inhalte können auch den jeweiligen Abteilungsbedürfnissen angepasst werden.“
Prim. Dr. Martin Flicker, Abteilung für Lungenkrankheiten, LKH Hochsteiermark, Leoben

„Berufliche Erfahrung und fachliche Weiterbildung miteinander zu verbinden, ist das Fundament für ein qualitativ hochwertiges und handlungsrelevantes Wissen. Durch das bedarfsorientierte Angebot unterstützt das DFP der Ärztekammer uns Ärzte gezielt dabei, die Professionalisierung unserer klinischen Tätigkeit den Zeitanforderungen des Einzelnen perfekt anzupassen. Es ist ein gutes Gefühl, bei rasant verlaufender Innovation mit Hilfe gezielter Fortbildungen am Puls der Zeit zu bleiben.“
Prim. Dr. Johann Kainz, MSc MBA, Abteilung für Anästhesiologie, LKH Hochsteiermark, Bruck an der Mur

„Fortbildung im ärztlichen Bereich ist dermaßen vielgestaltig, vom Training, den Qualitätszirkeln bis hin zum Frontalvortrag und vielem mehr, ist die Fortbildung Motor der persönlichen Entwicklung im Arztsein und natürlich auch in der medizinischen Entwicklung gesamthaft gesehen. Die Fortbildungsaktivität eines Arztes ist damit integraler Bestandteil der Berufsausübung. Mit dem DFP-Diplom gelangt dieser Teil der ärztlichen Arbeit auch zur Darstellung. Im Sinne eines qualitätsgesicherten ärztlichen Handelns ist das DFP-Diplom damit aber auch als Qualitätssiegel zu interpretieren.“
Gerhard Stark, Ärztlicher Direktor der Österr. Ordensprovinz der BHB

„Man kann als KAGes nur stolz auf die Kompetenz der Ärztinnen und Ärzte in den steirischen Landeskrankenhäusern sein. Diese Kompetenz gehört auch hergezeigt. Darum wünsche ich mir, dass jede Ärztin und jeder Arzt ein DFP-Diplom besitzt, ganz abgesehen von den gesetzlichen Vorschriften zum konkreten Nachweis der Fortbildung.“
Univ.-Prof. Dr. Karlheinz Tscheliessnigg, Vorstandsvorsitzender KAGes

„Kaum ein anderer wissenschaftlicher Bereich entwickelt sich heute so rasch wie die Medizin. Dieser Tatsache stehen besonders die im Krankenhaus tätigen Ärztinnen und Ärzte gegenüber, erwarten doch die Patienten gerade hier, dass man sich nicht vor der Weiterentwicklung der speziellen medizinischen Fachbereiche verschließt. Der Nachweis von qualitativ hochwertigen Fortbildungen ist der beste Beweis gegenüber den Patienten, dass man sich nicht vor neuen Erkenntnissen in unserem Beruf verschließt, und zeugt auch von Verantwortungsgefühl gegenüber jenen Menschen, die unsere Hilfe suchen.“
Prim. Dr. Gert Wurzinger, Abteilung für Lungenkrankheiten LKH Hörgas-Enzenbach

Foto Roadshow:
DFP-Info-Veranstaltung im LKH-Universitätsklinikum Graz mit Ärztekammer-Fortbildungsreferent Hermann Toplak und dem ärztlichen Direktor des Klinikums, Gernot Brunner. 
(Foto Schiffer)

Fotogalerie:
Schiffer, Stieber, beigestellt, Ärztekammer Steiermark, Furgler, KAGes




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