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2016 hat schon begonnen

Für Kongressleiter Paul Pavek waren die Grazer Fortbildungstage 2015 ein uneingeschränkter Erfolg. Auf dem ruht er sich aber nicht aus: Das Programm 2016 ist bereits in Fertigstellung.

MARTIN NOVAK

Paul Pavek, langjähriger Facharzt für Innere Medizin, kennt die Grazer Fortbildungstage wie seine Westentasche. Von Anfang an hat er sie mitgestaltet, seit vielen Jahren drückt er ihnen als Kongressleiter seinen Stempel auf. Für die heurige Fortbildungswoche zieht er eine mehr als zufriedenstellende Bilanz: „Wir haben das Vorjahresergebnis wieder übertroffen“, sagt er fast erstaunt. Denn angesichts eines immer größer werdenden Fortbildungsangebots ist ein neuerlicher Rekord auch für eine arrivierte Veranstaltung alles andere als selbstverständlich.
Das sind die nackten Zahlen: Gezählte 1.741 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind zu verzeichnen. Das ist ein Plus von zwei Prozent gegenüber dem Jahr 2014. Rechnet man alle Besucherinnen und Besucher aller 15 Plenarvorträge zusammen, kommt man gar auf 2.563 Köpfe, die den Vortragenden zugehört haben. 167 Vortragende aus Österreich und Deutschland waren es, die das Programm bestritten. Weitere Eckdaten: 65 Seminare und 1.415 Seminarplätze, 15.476 DFP-Punkte konnten vergeben werden, 46 Sponsoren unterstützten die Grazer Fortbildungstage 2015 und bekamen auch einiges geboten.
Aber auch wenn Paul Pavek sich über die Bilanz ein wenig wundert, hat er doch eine Erklärung dafür: Die Grazer Fortbildungstage sind eine der günstigsten derartigen Veranstaltungen im deutschsprachigen Raum: „Damit können sich auch die jüngeren Kolleginnen und Kollegen diesen Kongress leisten“, so Pavek. Dazu kommt eine ganz besondere Atmosphäre: „Selten gibt es einen so netten und gemütlichen Kongress“, zitiert der Kongressleiter einen deutschen Kollegen. Das gibt den Grazer Fortbildungstagen auch eine besondere Anziehungskraft für Referenten. „Viele Vortragende haben gefragt, ob sie wiederkommen können“, berichtet Paul Pavek nicht ohne Stolz.


Gute Mischung

Eines der großen Ziele der Grazer Fortbildungstage und ihres Masterheads ist es, einen Kongress anzubieten, der alle Ärztegruppen interessiert. Und dieses Ziel wird immer besser erreicht. An der diesjährigen Veranstaltung nahmen 49 Prozent Ärztinnen und Ärzte für Allgemeinmedizin, 23 Prozent Fachärztinnen und Fachärzte, aber auch zehn Prozent Ärztinnen und Ärzte in Ausbildung teil. Der „Rest“ auf die 100 Prozent sind Arzthelferinnen (11 Prozent), Studierende und Ärztinnen und Ärzte ohne Zuordnung (siehe Grafik).
Sie alle – das ist ein weiteres Asset der Grazer Fortbildungstage – loben die Praxisbezogenheit der Vorträge und Seminare. Dieser Kongress ist nicht für eine spezialisierte Elite gedacht, sondern schöpft aus der breiten ärztlichen Realität. Das sehen auch die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer so: „Man kann auch zu Hause etwas damit anfangen“, hat Kongressleiter Pavek gehört – was er als großes Kompliment und wichtige Bestätigung empfindet. Ein Longseller ist die Schiene „Was ist gesichert, was ist obsolet …“, die auch heuer wieder ganz besonders viele Interessierte angezogen hat. Immer mehr setzen die Grazer Fortbildungstage auch auf interaktive Vermittlung, etwa wenn es um die Diskussion verschiedener Krankheitsbilder geht.
 

Schnittstellen

Eine besondere Qualität des Kongresses ist es auch, disziplinübergreifend zu agieren. 2015 stand die Schnittstelle zwischen Psychiatrie und Innerer Medizin im Mittelpunkt. Dieser Themenschwerpunkt war, so Pavek, „sensationell gut besucht“. Weitere Kernthemen waren Pulmologie und Kardiologie.
Für das künstlerische Rahmenprogramm (Sponsoren Ärztebank, Macquarie)  sorgte vor allem das junge Trio Imàge aus Berlin, das „ein tolles Konzert“ gab, wie der selbst sehr kunstaffine Pavek meint.


Blutdruck & Schlaganfall

Aber so sehr ihn die Bilanz 2015 freut, mit den Gedanken ist Pavek schon jetzt mehr bei den Fortbildungstagen 2016 als in der Vergangenheit, so jung sie auch noch ist. Schwerpunkte sind Bluthochdruck und Schlaganfall, medizinische Allzeitthemen, die aber so in Graz noch nie behandelt wurden, wohl wie Paul Pavek meint, weil man glaubte, darüber bereits alles zu wissen. Aber im Bereich Bluthochdruck habe sich in letzter Zeit viel getan, es gibt aus jüngsten Studien neue Erkenntnisse über die Normwerte, die auch „ewige Wahrheiten“ in Frage stellen.
Beim Thema Schlaganfall wollen sich die Grazer Fortbildungstage 2016 vor allem auf die Prävention konzentrieren. Im Schnittstellenbereich geht es um das ergiebige Thema Innere Medizin und Radiologie. Vortragende kommen wieder aus ganz Österreich („bis Vorarlberg“) und ganz Deutschland, sogar aus der Hansestadt Lübeck, die immerhin nördlicher als Hamburg liegt.
Und hier lüftet Paul Pavek ein weiteres Geheimnis des besonderen Erfolgs dieses Kongresses: Vier von fünf Referentinnen und Referenten, die für das kommende Jahr eingeladen sind, hat der rührige Kongressverantwortliche bereits persönlich gehört. Was natürlich nur möglich ist, weil er das ganze Jahr über eine Vielzahl medizinischer Kongresse besucht. Und das wiederum tut er, weil er eine Leidenschaft für Fortbildung hat.
Für Kongressleiter Paul Pavek waren die Grazer Fortbildungstage 2015 ein uneingeschränkter Erfolg. Auf dem ruht er sich aber nicht aus: Das Programm 2016 ist bereits in Fertigstellung.

„Viele Vortragende haben gefragt, ob sie wiederkommen können.“ Paul Pavek, Kongressleiter
„Vier von fünf Referentinnen und Referenten, die für das kommende Jahr eingeladen sind, hat der rührige Kongressverantwortliche bereits persönlich gehört.“
Dieser Kongress ist nicht für eine spezialisierte Elite gedacht, sondern schöpft aus der breiten ärztlichen Realität.
Volles Haus im Grazer Congress, dem Hauptveranstaltungsort der Fortbildungstage.

Prof. Hermann Toplak, Fortbildungsreferent der Ärztkammer Steiermark, kann zufrieden auf die 26. Grazer Fortbildungstage zurückblicken. Die „Traditionsveranstaltung“ (© Toplak) wächst und gedeiht auch nach einem Vierteljahrhundert weiter, wohl, weil sie auf ihre traditionellen Werte achtet, gleichzeitig aber immer wieder Neues bringt. Das beweisen die vielen Stammgäste, die bereits seit zwei Jahrzehnten und mehr immer wieder kommen, aber auch die große Zahl junger Ärztinnen und Ärzte, die diese Fortbildungsveranstaltung jedes Jahr für sich entdecken.

Das Schöne an dieser Fortbildungswoche: Man kann in kurzer Zeit den Jahresbedarf an Fortbildung in Form von DFP-Punkten konsumieren. Toplak: „Unsere Grazer Fortbildungstage bieten eine enorme Fülle an Themen, die
es ermöglicht, dass sich jeder Arzt einen Mix aus für ihn persönlich wichtigen Inhalten auswählen kann.“

 

Fotocredit: Ärztekammer Steiermark / Schiffer, Conlcusio




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