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30.06.2017, ab 19:00 Uhr

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Mehrbildung

Der aktuelle Fort- und Weiterbildungsbericht der Österreichischen Ärztekammer und der Akademie der Ärzte enthält beeindruckende Zahlen.

Blenden wir einige Jahre zurück: 2006 wurden 2.211 DFP-Diplome verliehen, keines davon online. Im Jahr 2014 waren es mehr als dreimal so viele, nämlich 7.250. Und fast 9 von 10 dieser Diplome wurden online über das individuelle, elektronische Fortbildungskonto beantragt. Die Fortbildung boomt und elektronische Hilfsmittel sind mittlerweile selbstverständlich. Das gilt auch für das elektronische Fortbildungskonto: Mehr als 31.000 hatten im Dezember 2014 ein solches, um fast 1.000 Ärztinnen und Ärzte mehr als zu Beginn des Jahres.

 

e-Learning

Aber Elektronik ist nicht alles: Denn 85 Prozent der Fortbildungspunkte werden bei „richtigen“ Veranstaltungen gemacht. Es folgen das Literaturstudium mit 12 Prozent, dann – abgeschlagen – Qualitätszirkel (1,53). Alle anderen Fortbildungsmöglichkeiten erreichen weniger als 1 Prozent, dazu gehört auch e-Learning. Andererseits findet man auf meindfp.at mittlerweile 245 DFP-approbierte Fachartikel. Allein im Jahr 2014 wurden 191 neu publiziert. Und auch die Zahl der absolvierten Literaturstudium-Tests steigt massiv: 2010 waren es knapp 42.000, 2013 noch 85.000, im Jahr 2014 bereits mehr als 148.600. „Das bestätigt, dass E-Learning ein wesentlicher Bestandteil ärztlicher Fortbildung und aus dem Diplom-Fortbildungs-Programm nicht mehr wegzudenken ist“, heißt es Bericht.
Immer wieder gehört und auch durch die Langezeitbeobachtung bestätigt ist, dass angestellte Ärztinnen und Ärzte dem gesicherten und gesetzlich geforderten Fortbildungsnachweis durch das DFP-Diplom weniger Aufmerksamkeit schenken als ihre niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen. Die jüngsten Entwicklungen deuten aber darauf hin, dass sich das ändert: 44 Prozent der 2014 ausgestellten DFP-Diplome gingen auf das Konto angestellter Ärzte, dazu kamen noch weitere 17 Prozent für Angestellte mit zusätzlicher Ordination. Niedergelassene ÄrztInnen lagen bei 30 Prozent, 2 Prozent betrafen WohnsitzärztInnen und 6 Prozent waren nicht zuzuordnen.

 

DFP-Bilanz

Die meisten Diplome wurden für Wiener Ärztinnen und Ärzte ausgestellt (30 Prozent), es folgen Niederösterreich (17) und Oberösterreich (12 Prozent). An vierter Stelle folgt die Steiermark mit 10 Prozent.

Die meisten Diplome werden von Ärztinnen und Ärzten für Allgemeinmedizin erworben (40 Prozent), von den Diplomen für Fachärztinnen und Fachärzte gehen die meisten an InternistInnen, dann folgen schon die Fachärztinnen und Fachärzte für Anästhesiologie und Intensivmedizin.

Das große Fortbildungsinter¬esse führt zu einer Erhöhung des Angebots: Von 2010 bis 2014 verdoppelte sich die Zahl der Fortbildungsanbieter nahezu – auf mehr als 2.000. 389 davon sind akkreditiert, das heißt ihre Veranstaltungen brauchen keine individuelle Approbation durch die Ärztekammern.

 

Steiermark ganz vorne

Mit 86 akkreditierten Anbietern ist die Steiermark hier nach Wien die Nummer zwei in Österreich. Die akkreditierten Fortbildungsanbieter organisieren fast die Hälfte aller approbierten Veranstaltungen. 20.260 approbierte Fortbildungen wurden angeboten (e-Learning und das DFP-Literaturstudium sind in dieser Zahl nicht enthalten).

Auch bei den approbierten Veranstaltungen liegt die Steiermark nach Wien an zweiter Stelle, es folgen (mit Abstand) Ober- und Niederösterreich, dann Tirol, Salzburg und Kärnten. Noch vor Vorarlberg und dem Burgenland liegen die „überregionalen“ von akkreditierten Anbietern approbierten Veranstaltungen im Ausland.

 

Neues Diplom Gender Medicine

Neben dem DFP-Diplom gibt es noch den weiten Bereich der 31 ÖÄK-(„Spezial“-)Diplome, 7 Zertifikate und 2 ÖÄK-CPD’s (zum Nachweis des Erwerbs eingehender Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten in für die Ausübung des ärztlichen Berufs notwendigen, nicht medizinischen Wissensgebieten). Zuletzt hinzugekommen sind das ÖÄK-Diplom Gender Medicine sowie die ÖÄK-Zertifikate Mammadiagnostik und Reisemedizin. Fast 2.500 wurden 2014 ausgestellt, das ist Rekord (2012 waren es 2.275, 2013 1.980).

 

Akupunktur an der Spitze

Spitzenreiter bei den Diplomen ist die Akupunktur mit 4.116 DiplominhaberInnen insgesamt. Das Diplom Palliativmedizin besitzen 2.886 Ärztinnen und Ärzte und weitere 2.133 das Geriatrie-Diplom. Ebenfalls im Spitzenfeld Manuelle Medizin (2.363), Arbeitsmedizin (1.765), Sport- (1.712) und Ernährungsmedizin (1.655).

Auch Diplome aus der Psychosozialen (2.440), psychosomatischen (1.877) und psychotherapeutischen Medizin (1.425) sind ein großer Block.

Im hinteren Feld: Applied Kinesiology mit 47, Anthroposophische Medizin mit 46 und Sexualmedizin mit 22 DiplominhaberInnen. Ja, und ein CPD Gesundheitsökonomie wurde bisher ausgestellt.

 

www.meindfp.at


Fotocredit: Ärztekammer Steiermark / Schiffer

 

Symbolbild 1
 



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