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25.11.2017, ab 09:30 Uhr

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Die Wahlärzte setzen die Segel

Wahlärztinnen und Wahlärzte kämpfen gegen einen „eisigen Wind“ an und arbeiten an Problemlösungen.

2.160 Ärztinnen und Ärzte waren im Jahr 2013 in der Niederlassung gemeldet. 53 Prozent davon waren als haupt- bzw. nebenberufliche Wahlärztinnen und Wahlärzte tätig. Diese Zahlen zeigen für Vizepräsident Martin Millauer, „dass ohne Wahlärzte die Patientenversorgung im niedergelassenen Bereich nicht mehr möglich wäre“. Zahlreiche Themenkomplexe hat das Wahlärztereferat der Ärztekammer Steiermark in den letzten beiden Jahren bearbeitet und teilweise zum Abschluss gebracht.

„In vielen Fällen weht der Wahlärzteschaft aber ein eisiger Wind entgegen“, so Referatsleiter Clemens Stanek, der „eine zunehmende Einschränkung der Rechte des freien Berufs als Ärztin oder Arzt“ ortet: „Aufgrund der Bestrebungen der Krankenkassen und des Gesundheitsministeriums, in Form von ELGA, ABS-System, Limitierungen und Degressionen sowie den Zielsteuerungsverträgen die ärztliche Freiheit zu beschneiden, ist es oberstes Ziel des Wahlärztereferates, das Arbeitsumfeld des Wahlarztes von alten Schikanen zu befreien und neue berufliche Einschränkungen abzuwehren.“

Neben dem bereits erreichten, wie der 8,1%igen Erhöhung der Erstordination im Kostenrückersatz der STGKK ab dem 1. 4. 2014, arbeitet Stanek mit seinen Mitstreitern unter anderem an folgenden Problemlösungen:
 

  • Wahlärzte können noch immer am DMP-Therapie-AKTIV in Direktverrechnung teilnehmen. „Die STGKK versucht in Allianz mit der Gesundheitsplattform Steiermark seit zwei Jahren  alle Wahlärzte und ihre bisher behandelten Patienten aus der Direktverrechnung zu drängen und dem DMP-Patienten somit einen Selbstbehalt von 20 Euro pro Jahr für sein engagiertes Gesundheitsverhalten aufzubrummen.“
     
  • Rezeptgebührenbefreiung nach REGO  – sobald die gesamten Rezeptgebühren des Jahres 2 % des Jahreseinkommens übersteigen. Stanek: „Leider kann der Wahlarzt nur einmal pro Jahr beim Verbuchen des Falles ‚Vorsorgeuntersuchung‘ diese Daten abfragen, in allen anderen Behandlungsfällen ist die REGO-Abfrage gesperrt.  Damit wird dem Wahlarzt mit Rezepturbefugnis und voller E-Card-Ausstattung die Möglichkeit genommen, Rezepte kassenkonform auszustellen.“
     
  • Weitere Themenkomplexe für Problemlösungen sind für Stanek die Bereiche „ABS-Bewilligungen“ und die „jährliche Inflationsanpassung der Kostenrückersätze der STGKK“.

All diese Punkte werden laut Millauer auch in den kommenden Monaten am Verhandlungstisch liegen: „Im Sinne einer freien Arztwahl arbeiten wir daran, dem Patienten die Inanspruchnahme  von wahlärztlichen Leistungen, und damit Leistungen von 53% der steirischen Ärzteschaft in Niederlassung, ohne unnötige Hürden zu ermöglichen.“

Auch Stanek wird weiter für diese Anliegen eintreten: „Durch die steirische Wahlärzte¬schaft wird garantiert, dass der Patient auch weiterhin genau diese Behandlungszeit bekommt, die er benötigt, der Arzt genau diese Medizin an den Patienten bringen kann, die er auch ethisch vertreten kann, und der Patient genau für diese modernen Leistungen seinen Arzt adäquat und transparent honorieren kann, um diesen nicht im Hamsterrad  von kassenärztlichen Dumpingtarifen in die Erschöpfung zu treiben.“

 

Fotocredit: Ärztekammer Steiermark




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