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7. September 2020

Gesundheitsminister Anschober beleidigt Ärztinnen und Ärzte –
Ärztekammer Steiermark fordert Entschuldigung und Richtigstellung

„Ärzte-Bashing“ Anschobers: Ablenkung von eigenen Problemen

Zweimal hat Gesundheitsminister Rudolf Anschober den Ärztinnen und Ärzten wahrheitswidrig unterstellt, während der ersten Monate der Corona-Krise ihre Patientinnen und Patienten unzureichend betreut zu haben. Die Ärztekammer Steiermark sieht darin ein Ablenkungsmanöver vom Ampel-Streit und den Versuch, sich um die Entschädigung für den schweren wirtschaftliche Schaden in den Ordinationen herumzudrücken.

Bereits nach dem ersten Anwurf des Gesundheitsministers hat die Österreichische Ärztekammer – noch – mit moderaten Worten eine Richtigstellung und Entschuldigung verlangt. Die Wiederholung der Falschaussage bestätigt aber die Befürchtung, dass Gesundheitsminister Rudolf Anschober durch die öffentliche Beleidung der Ärzteschaft, von seinen eigenen Fehlern und Problemen ablenken will, namentlich vom Ampel-Streit sowie der verschleppten Reform des Mutter-Kind-Pass-Programms, vor allem der Nichteinführung des ärztlichen Impfgesprächs.

Der steirische Ärztekammerpräsident Herwig Lindner sieht in dem wiederholten „Ärzte-Bashing“ eine „verantwortungslose Verzweiflungstat des Gesundheitsministers“. Anschober habe damit eine „Rote Linie überschritten“. Er müsse als Sozial- und Gesundheitsminister wissen, dass die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) das Verhalten der Ärztinnen und Ärzte in der Krise als „großartig“ bezeichnet habe.

Der steirische Obmann der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte, Vizepräsident Norbert Meindl sieht in den Angriffen auch den Versuch des Ministers, „sich um einen Ausgleich des wirtschaftlichen Schadens herumzudrücken“, den die Ärztinnen und Ärzte im Notfallbetrieb der ersten Corona-Monate erlitten haben.

Das Präsidium der Ärztekammer Steiermark fordert nun in einem Brief an die Bundesregierung „eine umgehende und unmissverständliche Richtigstellung“.




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