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5. Mai 2020

KAGes-Planung

Ärztekammer: Aufholen des Versäumten in Transparenz – alle Zahlen auf den Tisch

Die KAGes will seit März Versäumtes aufholen. Derzeit gibt es aber nur allgemeine Absichtserklärungen und kaum konkrete Fakten. Der Sprecher der steirischen Spitalärztinnen und Spitalsärzte, Ärztekammer-Vizepräsident Eiko Meister, verlangt aber genau diese Fakten und einen „offenen Dialog“ darüber.

Eine einfache Wiederaufnahme des Regelbetriebes wie vor der Zeit der Corona-Krise werde nicht ausreichen, „die entstandene qualitative und quantitative Unterversorgung auszugleichen“, heißt es im aktuellen Konzept der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft KAGes. Der Sprecher der steirischen Spitalsärztinnen und -ärzte, Ärztekammer-Vizepräsident Eiko Meister, kritisiert, dass dieses Vorhaben nicht mit Zahlen unterlegt sei: Weder gäbe es einen klaren Zeitplan, noch Informationen darüber, wie dieses „Hochfahren“ mit den Hygienebestimmungen, die zu starken zeitlichen Verzögerungen führen muss und die Zahl der nutzbaren Spitalsbetten empfindlich einschränkt, vereinbar sei.

Die steirischen Landeskrankenhäuser verfügen laut Regionalem Strukturplan Gesundheit über knapp 6.500 Spitalsbetten. Um die Abstandregeln einzuhalten, dürften in nächster Zeit deutlich weniger als 5.000 tatsächlich belegt werden können. Ein „Hochfahren“, wie es die KAGes verspreche, erfordere aber mehr und nicht weniger Kapazitäten, warnte Meister.  „Ein Aufholen des Versäumten erfordert absolute Transparenz – alle Zahlen müssen auf den Tisch“, verlangte der Spitalsärztesprecher am Dienstag. Dazu gehörten nicht nur die Bettenzahlen, sondern auch die zu befürchtenden zeitlichen Verzögerungen durch COVID-19 bedingte Sicherheitsmaßnahmen bei Behandlungen und die Auswirkungen auf das Personal.

„Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dürfen ebenso wenig wie die betroffenen Patientinnen und Patienten mit allgemeinen Floskeln abgespeist werden, sie haben das Recht auf Fakten“, sagte Meister. Es brauche auch einen „offenen Dialog“. Nur so könnten gute Ideen aus der Praxis in das Gesamtkonzept einfließen.




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