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Spitalsärzteversammlung Marienkrankenhaus Vorau
16.01.2020, 14:00 Uhr

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8. November 2019

Ärzte-Ausbildung und Ärztemangel

Der steirische Ärztekammerpräsident Lindner fordert massive Erhöhung der Ausbildungsstellen in Spitälern

Die meisten Bundesländer wollen mehr Studienplätze an den Medizinischen Universitäten. Für den steirischen Ärztekammerpräsidenten Herwig Lindner ist das nur sinnvoll, wenn gleichzeitig auch die Zahl der ärztlichen Ausbildungsplätze in den Krankenhäusern und die Lehrpraxisförderung erhöht werden.

3.000 Studienplätze für Medizinerinnen und Mediziner will die niederösterreichische Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner vom Bund – und sie bekommt für diese als Maßnahme gegen den Kassenärztemangel gedachte Maßnahme laut Medienberichten breite Zustimmung in den anderen Bundesländern.

Der steirische Ärztekammerpräsident fordert, gleichzeitig auch die Ausbildungskapazitäten für Ärztinnen und Ärzte in den Spitälern sowie die Finanzierung der verpflichtenden Lehrpraxis entsprechend anzupassen. Denn, so Lindner in einer Aussendung, „Absolventinnen und Absolventen von Medizin-Universitäten können keine Kassenstellen übernehmen, das können nur fertig ausgebildete Ärztinnen und Ärzte“. Hier hätten die Bundesländer, die in Österreich die größten Träger der öffentlichen Spitäler seien, die Möglichkeit „selbst etwas gegen den Kassenärztemangel zu tun“, sagte der der steirische Ärztekammerpräsident.

Wie die jüngste Befragung der jungen Ärztinnen und Ärzte zeige, gäbe es in der Ausbildung der Ärztinnen und Ärzte noch zahlreiche Mängel, die behoben werden müssten. Wichtig sei es vor allem, Ausbildungsoberärztinnen und -oberärzte überall in Österreich zu installieren und zu finanzieren. Gleichzeitig müsse die Lehrpraxisfinanzierung durch Bund, Länder und Sozialversicherungen deutlich angehoben werden. Sie beträgt derzeit knapp 9 Millionen Euro pro Jahr. Lindner fordert eine Verdoppelung auf rund 18 Millionen Euro pro Jahr für die Allgemeinmedizin und die zusätzliche Einbeziehung der Fachärztinnen und Fachärzte.




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