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2. März 2019

Bereitschaftsdienst neu ab 1. April 2019:

Ärztekammerpräsident Lindner: „Neuer  Bereitschaftsdienst muss lernfähig sein“

In fast genau einem Monat, am 1. April 2019, startet der neue und durchgehend freiwillige ärztliche Bereitschaftsdienst in der Steiermark. Der steirische Ärztekammerpräsident Herwig Lindner begrüßt das neue Modell grundsätzlich, sagt aber gleichzeitig, dass es „lernfähig“ sein muss, sollte es zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen. Bisher haben sich 263 Ärztinnen und Ärzte für das neue Bereitschaftsdienstmodell angemeldet.

Am 1. April startet der neue ärztliche Bereitschaftsdienst in der Steiermark. Statt bisher 93 wird es dann nur mehr 24 Sprengel geben. Die Logistik läuft über eine zentrale Koordinationsstelle.

Statt Dienstordinationen wird es mit dem neuen Bereitschaftsdienst nur mehr Hausbesuche geben, unter der Woche von 18 bis 24 Uhr, an den Wochenenden zusätzlich einen Tag-Bereitschaftsdienst von 7 bis 18 Uhr.

Bisher haben sich 263 Ärztinnen und Ärzte für den neuen Dienst angemeldet. 203 davon haben eine Ordination (168 mit GKK-Vertrag), 43 sind Spitalsärztinnen und –ärzte, 17 haben eine wohnsitzärztliche Tätigkeit angemeldet. Wie viel davon aber aktiv an den Diensten mitmachen, ist noch offen. Die Diensteinteilung erfolgt über eine Website, die weitere Kommunikation über eine eigene Handy-App.

„Die Freiwilligkeit des Wochenenddienstes wird von Kassenärztinnen und -ärzten sehr begrüßt“, sagt der steirische Ärztekammerpräsident Herwig Lindner. Seitens der Spitalsärztinnen und -ärzte gäbe es aber die große Sorge, „dass die Ambulanzen in der Nacht, wenn es von 24 bis 7 Uhr in der Früh keinen Bereitschaftsdienst gibt, deutlich mehr belastet sein werden“.

„Daher“, so Lindner, „ist eine laufende Beobachtung der etwaigen Veränderung bei der Ambulanz-Beanspruchung unumgänglich“. Diese sei laut seinen Informationen aus der KAGes tagesaktuell möglich. Eventuell notwendige Anpassungen des Bereitschaftsdienstes müssten dann auch unmittelbar stattfinden und nicht erst nach Ablauf des Projekts in drei Jahren. Eine zeitliche Erweiterung auf die Stunden nach Mitternacht, die Verkleinerung der Regionen, die Einbeziehung von Ordinationen an den Wochenenden, die Schaffung eines Fahrdienstes und Verstärkung der Ambulanzteams in den Krankenhäusern seien denkbare Reaktionen. „Niemand kann wollen, dass die Steiermark in ein paar Jahren vor den Scherben des ärztlichen Bereitschaftsdienstes steht, deswegen muss dieser Bereitschaftsdienst rasch lernfähig sein“, so Lindner abschließend.




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