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9. Jänner 2018

Medikamente aus dem Supermarkt? Steirischer Ärztekammerpräsident warnt vor „Aufweichung
der Patientensicherheit“

Herwig Lindner befürchtet „Verharmlosung potenziell riskanten Verhaltens“.

„Zu Risiken und Nebenwirkungen … fragen Sie ihren Arzt oder Apotheker.“ Nicht ohne Grund ist dieser Hinweis auch bei der Werbung für rezeptfreie Medikamente verpflichtend. Denn auch deren Einnahme wirkt – und kann auch zu unerwünschten Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten führen. „Das Bewusstsein für diese Risiken ist zuletzt gewachsen, nicht ohne Grund ist auch die Aufnahme nicht verschreibungspflichtiger Medikamente in die E-Medikations-Dokumentation geplant“, sagt der steirische Ärztekammerpräsident.

Im neuerlichen Versuch, rezeptfreie Medikamente über die Regale von Drogeriemärkten zu vertreiben und damit den Apothekenvorbehalt aufzuheben sieht Lindner „die Gefahr einer Entprofessionalisierung der Medizin und eine Verharmlosung potenziell riskanten Verhaltens“.

Natürlich gäbe es auch wirtschaftliche Interessen, Vorrang müsse aber die Patientensicherheit haben. Und die sei einfach größer, wenn der Verkauf von Medikamenten mit der kompetenten Beratung durch Angehörige eines akademischen Gesundheitsberufes verbunden sein müsse, so Lindner.

Er hoffe, „dass auch Gerichte und Gesetzgeber die Gefahr einer Aufweichung der Patientensicherheit durch den Vertrieb von Medikamenten in Selbstbedienungsläden erkennen und die Menschen in Österreich davor schützen“.

 




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