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Steirische Gebietskrankenkasse gefährdet österreichweites Mammascreening-Programm

ÄK-Vizepräsident Jörg Garzarolli: „Steirerinnen dürfen nicht weniger wert sein, als GKK-versicherte Frauen in anderen Bundesländern.“
 

Brustgesundheitsvorsorge

23. September 2013

 



Anfang Oktober soll das lange angekündigte, österreichweite Mammascreening-Programm zur Brustkrebsvorsorge starten. Durch die Früherkennung soll die Brustgesundheitsvorsor-ge für Frauen ab dem 45. Lebensjahr deutlich verbessert werden, wie internationale Studien belegen.

„Leider will die steirische Gebietskrankenkasse keine ausreichenden Mittel dafür bereitstel-len, daher ist das Programm in der Steiermark gefährdet“, warnte der Obmann der nieder-gelassenen Ärztinnen und Ärzte, ÄK-Vizepräsident Jörg Garzarolli am Montag. Um den Tarif, den sich die steirische GKK vorstelle, sei das Mammascreening-Programm einfach nicht zu verwirklichen, das hätten genaue Kalkulationen ergeben. In den anderen Bundes-ländern liegen die Tarife zwischen 10 und 30 Euro pro Untersuchung über dem, was die GKK dafür ausgeben will.

„Aber Steirerinnen sind ganz sicher nicht weniger wert als Niederösterreicherinnen, Salz-burgerinnen oder Oberösterreicherinnen“, sagte Garzarolli. Es könne nicht sein, dass sich eine Landesgebietskrankenkasse auf Kosten ihrer Versicherten saniert. Der ÄK-Vizepräsident kritisierte auch, dass die GKK immer von Tariferhöhungen spreche: „Das Mammascreening ist eine völlig neue Leistung, man kann es nicht mit der üblichen Mam-mografie vergleichen.“

Vorstellen kann sich Garzarolli eine seriöse, begleitende Evaluierung der tatsächlichen Kosten. Grundlage müsse allerdings der kalkulierte Tarif sein.

Garzarolli abschließend: „Wir wollen, dass dieses Brustgesundheitsprogramm in der Stei-ermark zeitgleich mit allen anderen Bundesländern startet. Wir erwarten uns daher ein Mahnruf des Hauptverbandes und des Gesundheitsministers an die steirische Gebiets-krankenkasse. Selbstverwaltung darf nicht in Willkür ausarten.“




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