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Turnus wird zur Farce - TurnusärztInnen als Systemerhalter

Ärzteausbildung/Turnus/Ärztemangel

5. April 2012

 


Experten der Ärztekammer Steiermark  warnen vor der - vom Ministerium geplanten -  Änderung für TurnusärztInnen, die es ermöglichen würde, dass Spitäler TurnusärztInnen als Springer zwischen einzelnen Abteilungen und sogar zwischen verschiedenen Krankenhäusern einsetzen.
Das Bundesministerium für Gesundheit hat einen „finalisierten Textvorschlag“ zur Ärztegesetzänderung vorgelegt, der die Möglichkeit des „Poolings“ von TurnusärztInnen für Tätigkeiten der „Basisversorgung“ vorsieht. Das bedeutet, dass TurnusärztInnen in Ausbildung zur Allgemeinmedizin und zu einem Sonderfach künftig nach betrieblichen Erfordernissen eines Spitals und nicht mehr nach den Erfordernissen einer angemessenen ärztlichen Ausbildung eingesetzt werden. Die geplante Gesetzesänderung soll auf Druck der Länder geschehen, die in ihrer Funktion als Spitalserhalter großes Interesse daran haben,  Personal einzusparen und Turnusärztinnen und Turnusärzte legal als Springer zwischen Abteilungen und Spitälern einzusetzen.

 

„Die Versorgungsqualität wird drastisch zurückgefahren und wir müssen ernsthaft um die Qualität der Patientenversorgung fürchten. Der Ärztemangel ist mittlerweile offenbar so weit vorangeschritten, dass die ärztliche Ausbildung absolut keinen Stellenwert mehr hat und der Turnus nur mehr als Instrument zur billigen Systemerhaltung gesehen wird“, so Kurienobmann Dr. Martin Wehrschütz. 

„Während die Ärztekammer dringend auf eine Reform der ärztlichen Ausbildung und eine verpflichtende einjährige Lehrpraxis drängt, fährt die Politik in die entgegengesetzte Richtung und damit das System an die Wand. TurnusärztInnen werden zu Lückenbüßern degradiert, statt ihnen eine qualitätsvolle Ausbildung zu ermöglichen“,  zeigt sich der Referent der ärztlichen Ausbildung und Qualitätssicherung Dr. Eiko Meister empört.

 „Die ärztliche Ausbildung darf nicht ad absurdum geführt werden, so wie es mit der geplanten Ärztegesetznovelle geschieht. Ausbildung und Fortbildung sind zentrale Elemente der Qualitätssicherung und der ärztlichen Performance“, so Ärztekammerpräsident Dr. Wolfgang Routil.

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