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Rechnungshofbericht zu steirischen Tageskliniken - Leistungsverlagerung in extramuralen Bereich

Gesundheit/Steiermark

28. Oktober 2011



Am Dienstag wurde der Bericht des Bundesrechnungshofes veröffentlicht, der die steirischen Tageskliniken geprüft hat. Daraus ging hervor, dass die sowohl für die Patientinnen und Patienten als auch für die Krankenanstalten vorteilhafte tagesklinische Leistungserbringung in der Steiermark nur schwach entwickelt sei. Kritisiert wurde vor allem, dass ein landesweites Gesamtkonzept in diesem Bereich fehlt. Die Prüfer des Rechnungshofes sehen hier Handlungsbedarf und fordern entsprechende Maßnahmen und auch eine bessere Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten.

"Am guten Willen der Ärztinnen und Ärzte scheitert es nicht, ihr Angebot im Sinne des Rechnungshofes anzupassen (zB auch erweiterte Öffnungszeiten). Aus Angst vor zusätzlichen Kosten verhindert der Vertragspartner GKK jedoch jede Weiterentwicklung in Richtung modernerer Medizin, selbst wenn dies auch volkswirtschaftlich sinnvoll wäre." stellt Dr. Wolfgang Luxenberger, Kassenärztlicher Referent der steirischen Ärztekammer, fest.

Die Steiermark liegt beim tagesklinischen Anteil weit unter dem österreichischen Durchschnitt, bis 2015 soll der Anteil auf 15 Prozent – derzeit 1,5 Prozent – erhöht werden.

„Entgegen der Rechnungshof-Kritik muss aus Sicht der Angestellten Ärztinnen und Ärzten festgehalten werden, dass eine markante Steigerung der Operationszahlen von fast 23 Prozent im ersten Halbjahr 2011 in der Tagesklinik Fürstenfeld verzeichnet wurde. Der weitere Ausbau tagesklinischer Leistungen wird befürwortet und bedarf einer weiteren sukzessiven Erhöhung.“ erklärt Dr. Martin Wehrschütz, Vizepräsident und Kurienobmann der Angestellten Ärzte.

Tagesklinische Eingriffe bringen den Patientinnen und Patienten Vorteile und sind auch kostengünstiger. Ein stationärer Aufenthalt ist doppelt so teuer. Durch die vermehrte Nutzung von Tageskliniken könnten steiermarkweit rund 50 Betten eingespart werden, so das Fazit des Rechnungshofes.

„Der Rechnungshof-Bericht zur steirischen Spitalssituation bestätigt den wiederholt geäußerten Standpunkt der Ärztekammer Steiermark/Kurie Niedergelassene zur Verlagerung von Leistungen aus dem Krankenhaus in den niedergelassenen Bereich. Dazu sind jedoch Begleitmaßnahmen notwendig, wie Kooperationsmöglichkeiten (Gruppenpraxen), Sicherstellung der städtischen und ländlichen Versorgungsstruktur, Optimierung des Leistungsangebotes und die Bereitstellung der nötigen finanziellen Mittel. Allen diesen Argumenten verschließt sich die Steiermärkische Gebietskrankenkasse derzeit jedoch völlig und will ihren drastischen Einsparungskurs auf Biegen und Brechen fortsetzen.“ wettert MR Dr. Jörg Garzarolli, Vizepräsident und Kurienobmann der Niedergelassenen Ärzte.

 

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