Zur Ärztekammer Steiermark Startseite

Spitalsärzteversammlung LKH Stolzalpe
29.11.2017, um 14.00 Uhr

zum Kalender...
Werbebanner

Topnews in Stichworten: Vorschreibung der Beiträge zum Wohlfahrtsfonds und der Kammerumlage für Niedergelassene

Stand: Jänner 2017


Die wichtigsten Informationen auf einen Blick:

Ab Praxiseröffnung erhalten Sie eine Vorschreibung der Beiträge zum Wohlfahrtsfonds und der Kammerumlage.
Abzüge vom Gehalt zählen als Akontozahlung für die Vorschreibung.
Als Bemessungsgrundlage wird das zu versteuerndes Einkommen aus ärztlicher Tätigkeit aus dem zweitvorangegangenen Jahr herangezogen.

In den ersten 2 Jahren werden auf Antrag keine Beiträge zur Grund- und Ergänzungsleistung vorgeschrieben.

Stundung und Ratenzahlung ist auf begründeten Antrag hin möglich.

Die Beiträge sind voll steuerlich absetzbar.
 


Rechtsgrundlagen

  • Satzungen des Wohlfahrtsfonds
  • Wohlfahrtsfondsbeitragsordnung
  • Geschäftsplan der BZV
  • Umlagenordnung
  • Ärztegesetz
  • Einkommensteuergesetz


Beratung und Service

Ärztekammer für Steiermark
Wohlfahrtsfonds
Kaiserfeldgasse 29, 8010 Graz

Carmen Renner
T. 0316 / 8044-64
F. 0316 / 8044-136

 

Allgemeines

Ab dem Zeitpunkt Ihrer Praxiseröffnung werden die Beiträge zum Wohlfahrtsfonds und die Kammerumlage direkt an Sie vorgeschrieben.
Diese Vorschreibung ist eine Jahresvorschreibung. Sie wird im Jahr der Praxiseröffnung entsprechend aliquotiert.

 

Einbehalte vom Dienstgeber

Auch bei aufrechtem Dienstverhältnis werden ab dem Zeitpunkt der Praxiseröffnung weiterhin die Beiträge vom Dienstgeber einbehalten und abgeführt. Diese Zahlungen gelten als Akontozahlung für die eigentliche Jahresvorschreibung.

 

Bemessungsgrundlage

Die Bemessungsgrundlage ist Ihr zu versteuerndes Einkommen aus ärztlicher Tätigkeit aus dem zweitvorangegangenen Jahr. Dazu ist der Einkommensteuerbescheid vorzulegen.
Das ist für die Vorschreibung 2017 Ihr Einkommen aus dem Kalenderjahr 2015.

 

Ermäßigung der Vorschreibung

Bei erstmaliger Praxisgründung wird auf Antrag für den Zeitraum von 2 Jahren kein Beitrag zur Grund- und Ergänzungsleistung vorgeschrieben.

Eine Ermäßigung der Beitragsorientierten Zusatzversorgung ist auf Antrag möglich.

 

Kammerumlage

Die 2,20 % Kammerumlage wird einkommensabhängig berechnet, wobei der Mindestbeitrag € 596,16* und der Höchstbeitrag € 1.284,84*² beträgt.


* von einer Mindestbeitragsgrundlage von € 27.100,00

*² von einer Höchstbeitragsgrundlage von € 58.400,00

Zusätzlich pro Jahr:

Hausapotheke ÖÄK € 60,00

Radiologie ÖÄK € 210,00
Ärzte für Allgemeinmedizin € 3,60
Fachärzte € 6,00
ÖQMED € 63,00

 

Beiträge zum Wohlfahrtsfonds

Beispiel:

36-jährige Ärztin eröffnet eine Wahlarztordination mit 1. Jänner d.J.

BGL: € 40.000,00

11,7 % Grund- u. Ergänzungsleistung von der BGL 2 Jahre keine Beiträge (nur auf Antrag) € 0,00 
 

Beitragsorientierte Zusatzversorgung /voller Beitrag

altersabhängig (30%)/Ermäßigung auf Antrag möglich

€ 4.053,60
    1,8 %   Krankenbeihilfe

    € 720,00

1,2 %  Bestattungsbehilfe und Hinterbliebenenunterstützung*3

 € 462,00

0,10 %  Notstandsunterstützung
€ 54,60
  insgesamt € 5.290,20
  bei Vertrag mit der GKK: zusätzlich EUR  1.188,00 p.a.  

   

*3 von einer Erfordernisbeitragsgrundlage von € 38.500,00
 

Eine 36-jährige Ärztin mit einer Wahlarztordination und einer Bemessungsgrundlage von € 40.000,00 zahlt im ersten Jahr der Praxiseröffnung somit € 5.290,20 (d.s. € 440,85 pro Monat) an den Wohlfahrtsfonds.

 

Jährliche Vorgangsweise der Vorschreibungserstellung

Vorläufige Vorschreibung:
Termin: Anfang März
Die Beiträge werden Anfang des Jahres vorläufig festgelegt.

Endgültige Vorschreibung:
Nach Übermittlung Ihres Einkommensteuerbescheides 2015 wird die tatsächliche Vorschreibung erstellt und postalisch übermittelt.

 

Vorauszahlung und Fälligkeit

Vorauszahlungen sind jeweils am 15. März, 15. Juni, 15. September und 15. Dezember zu leisten. Für die Höhe der Vorauszahlung ist zunächst die vorläufige Vorschreibung maßgebend. Nach Vorliegen der endgültigen Vorschreibung erfolgt eine Adaptierung der Vorauszahlungen.
Im Falle einer kassenärztlichen Tätigkeit erfolgt der Einbehalt nach Maßgabe der quartalsmäßigen Abrechnung durch die Steiermärkische Gebietskrankenkasse. Im Falle eines zusätzlichen Dienstverhältnisses erfolgt eine monatliche Akontozahlung über die Gehaltsabrechnung. Die Vorschreibung ist grundsätzlich mit Jahresende fällig.

 

Stundung, Ratenzahlung, Ermäßigung

Auf Antrag kann eine Stundung bzw. Ratenzahlung (im Ausnahmefall eine Ermäßigung) bewilligt werden. Der Antrag ist unaufgefordert mit ausreichender Begründung zu belegen. Genehmigungen von Stundungen und Ratenzahlungen obliegen dem Verwaltungsausschuss, wobei es kein satzungsmäßiges Anrecht darauf gibt. Stundungszinsen werden in der Höhe von 4 % p. a. berechnet.

 

Steuerliche Absetzbarkeit

Die Beiträge zum Wohlfahrtsfonds und die Kammerumlage sind gemäß § 4 Abs. 4 EStG 1988 als Betriebsausgaben voll steuerlich absetzbar.

Antrag auf Nullstellung der Beiträge zur Grund- und Ergänzungsleistung




zur Übersicht
Folgen Sie uns: Folgen Sie uns auf YoutubeFolgen Sie uns auf Twitter

Die Ärztekammer Steiermark . Alle Rechte vorbehalten

IMPRESSUM | PRESSE