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Wo ist die nächste Arztpraxis? Wann ist sie geöffnet? Diese und andere Fragen beantwortet jetzt die neue „Ärzteführer“-App für Android- und Apple-Handys.

Die Grunddaten kommen aus der Ärztekammerdatenbank. Sie werden täglich – genauer gesagt, nächtlich – auf die Ärzteführer-App übertragen. Die App ist ein gemeinsames Projekt der Ärztekammer mit dem Partner Kleine Zeitung. So soll eine möglichst große Verbreitung erzielt werden. Entwickelt wurde sie vom renommierten Grazer IT-Unternehmen Evolaris (siehe Interview). Die App enthält einige Funktionen, die auf der stationären Web-Version wenig sinnvoll, auf dem Handy aber sehr hilfreich sind. Gibt man das Fach ein (man kann auch nach Ort oder Postleitzahl, Geschlecht, Kassen, Fremdsprachen und einigen anderen Kriterien suchen) bekommt man die nächstliegende Arztpraxis zuerst. Geöffnete Praxen sind grün gekennzeichnet, solche, die innerhalb der nächsten Stunde öffnen, orange. Praxen, die zum Suchzeitpunkt und innerhalb der nächsten Stunde geschlossen haben, signalisieren das mit einem roten Punkt.

Man sucht eine Praxis, die in zwei Tagen zwischen 13 und 16 Uhr geöffnet hat? Kein Problem, dann gibt man eben dieses Zeitfenster ein. Die Terminvereinbarung kann man dann sofort machen: Man drückt einfach auf das Telefonsymbol im Suchfenster oder schreibt ein E-Mail (sofern die Praxis dieses Medium benutzt).

 

Zusatzinfos

Zusätzlich enthält die App die wichtigsten Notfall-Telefonnummern von Rettung, Ärztenotdienst und Co. Benutzer, die diese Funktion freigeschaltet haben, bekommen zusätzlich Push-Notifications – kurze wichtige und aktuelle Nachrichten, z. B. wenn die FSME-Impfungen starten oder Tipps zum Schulbeginn.

 

96 Prozent

Die App gibt es für Android und iOS (Apple). 96 Prozent der rund 300.000 steirischen Smartphone-Besitzer verwenden diese beiden Betriebssysteme. Sollte sich auf dem Handy-Markt etwas tun, wird die App auch für andere Systeme angeboten.

Sie wollen, dass Ihre Patientinnen und Patienten Sie finden? Dann sollten Sie ihnen die App ans Herz legen. Sie wollen, dass sie die richtigen Daten finden? Dann sollten Sie diese regelmäßig kontrollieren und Änderungen sofort bekanntgeben.

 

Täglich frische Daten

Die Praxisdaten werden im 24-Stunden-Rhythmus aus der Datenbank der Ärztekammer aktualisiert. Korrekt können sie allerdings nur dann sein, wenn ÄrztInnen Änderungen (Öffnungszeiten, Telefonnummer, E-Mail …) möglichst rasch beim Informations- und Mitgliederservice der Ärztekammer melden (Mail: info@aekstmk.or.at, Fax 0316/8044-790). Kontrollieren kann man das über die Ärztesuche auf www.aekstmk.at oder direkt aus der App.

Bezahlte Zusatzzeilen (sie werden dem Print-Ärzteführer der Kleinen Zeitung entnommen) sind gegebenenfalls dort zu reklamieren.

 

Was macht eine benutzerfreundliche App aus? Darüber haben wir mit Thomas Ebner, dem Softwareentwicklungsexperten von Evolaris gesprochen – das renommierte Grazer Software-Haus hat neben Projekten für Raiffeisen oder den Steirischen Landtag nun auch die neue steirische Ärzte-App entwickelt.

Welche Bedeutung werden Apps in Zukunft haben?
Populär gemacht wurden diese Anwendungen von Apple, die vor ein paar Jahren mit dem App-Store eine neue Möglichkeit schaffen wollten, Smartphone-Nutzern praktische Tools für unterwegs zur Verfügung zu stellen. Die Mobilfunkanbieter haben die Infrastruktur dafür aufgebaut und haben mit günstigen Datentarifen erst den Durchbruch ermöglicht. Grundsätzlich glaube ich, dass Apps in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen werden. Kürzlich habe ich eine Studie gelesen die besagt, dass bis zum Jahr 2020 weltweit rund 20 Mrd. Geräte am Internet hängen werden. Die Vernetzung wird also steigen, vielleicht ist dann jedes Fahrrad, oder gar jede Straßenlaterne online.

Was ist bei der Entwicklung einer App zu beachten?
Grundsätzlich ist zu klären, welche Geräte man erreichen möchte. Man unterscheidet hauptsächlich zwischen Apple und Android-Geräten, aber auch Windows könnte zukünftig mehr an Bedeutung gewinnen. Danach muss man sich entscheiden, ob man für jedes Betriebssystem eine eigene native App entwickelt. Natürlich gibt es auch Tools um mit einem Code alle Plattformen abzudecken. Dies kann zwar in der Entwicklung zu Einsparungen, jedoch zu einer schlechteren Bedienbarkeit für den Nutzer führen. Ein maßgeschneiderter Code für jedes Betriebssystem ist aus Sicht des Anwenders am besten.

Auch die Usability ist ein wichtiger Punkt, der uns von Anfang bis Ende begleitet: Eine App muss einfach zu bedienen sein. Verwendet man Icons, sollten diese selbsterklärend sein. Außerdem sollten die Navigationselemente des Betriebssystems verwendet werden, weil diese von den Nutzern bereits „gelernt“ sind. Aus diesem Grund geben Apple und Android eigene Designrichtlinien heraus, an die man sich auch halten sollte.

Was waren die Herausforderungen bei der Entwicklung der Ärzte-App?
Damit die Applikationen überhaupt umgesetzt werden konnten, musste eine entsprechende Datenbasis aufgebaut werden. Dazu werden täglich Datenbestände der Ärztekammer mit Datenbeständen der Kleinen Zeitung abgeglichen.

Wie wichtig ist der Name einer App (z. B. bei der Suche im App-Store)?
Wichtig ist, Worte im Namen oder in der Beschreibung zu verwenden, nach denen die Nutzer suchen. Wenn die Beschlagwortung in der Beschreibung eindeutig ist, ist der Name zweitrangig.

Welche Rechtsfragen muss man sich als Entwickler stellen?
Datenschutz gewinnt zunehmend an Bedeutung. Wir als Entwickler müssen uns also Gedanken darüber machen welche Daten angezeigt werden, woher diese Daten kommen, und ob sie überhaupt angezeigt werden dürfen. Natürlich dürfen auf einer App – wie auch auf einer Website – das Impressum und die AGB nicht fehlen.

Mit den Daten muss in jedem Fall sorgfältig umgegangen werden. Ziel ist es, mit so wenig Datenspeicherung und –verwendung das bestmögliche Service für den Anwender anzubieten.

Aber auch die Nutzer selbst sind in die Pflicht zu nehmen: Viele Hersteller veröffentlichen Apps und verlangen den Zugriff auf Bilder oder Adress- und Kontaktdaten am Smartphone. Das muss man nicht akzeptieren. Leider lesen sehr wenige Menschen die Nutzungsbedingungen, die sie beim Installieren bestätigen.

Wie und von wem wird eine App getestet, bevor sie veröffentlicht wird?
Bevor die App zum Test an die Auftraggeber (in unserem Fall die Ärztekammer und die Kleine Zeitung) geht, gibt es bei uns ein strukturiertes und protokolliertes Testverfahren. Auch Expertentest wurden im Vorfeld durchgeführt. Nach Freigabe wird sie vom App Store Provider selbst auf Stabilität und Bedenklichkeit geprüft. Bei Apple dauert dieses Verfahren 1–2 Wochen. Bei Android gibt es diesen Freigabeprozess nicht – die App ist nach ca. 2 Stunden online.

Sind Sie zufrieden mit der Ärzte-App?
Sie ist sehr gut geworden! Die Merkliste in Kombination mit den Öffnungszeiten finde ich so praktisch, dass ich sie regelmäßig verwende. Wie bei einem solch umfangreichen Projekt üblich, gibt es natürlich noch ein paar Optimierungsideen an denen wir parallel arbeiten.

Es gibt aber auch noch eine wirkliche Schwachstelle: Der Sinn einer App ist, dass Anwender sie regelmäßig verwenden weil sie einen klaren Nutzen darin sehen. Eine sehr gute Datenqualität ist wichtig dafür. Dazu gehört auch die Verfügbarkeit von Öffnungszeiten, die noch bei sehr vielen Ärzten gar nicht, oder fehlerhaft hinterlegt sind.

 

So kommt man zur App

Im Play Store (Android) oder App Store (Apple) nach „Ärzteführer Steiermark“ suchen und den Anleitungen folgen. Die App und deren Verwendung sind für die Benutzer kostenlos.

 

Illustration: Conclusio
Fotocredit: beigestellt
 




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