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AERZTE Steiermark 03/2021

 

„Die Pandemie gemeinsam besiegen“

Noch ist der Impfstoff knapp und es gilt daher die strenge Impfstrategie. Aber vor allem in der Steiermark hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass flexible und einsatzbereite niedergelassene Ärztinnen und Ärzte für den Erfolg des Impfens sehr wichtig sind.

Zwar waren es gleich am Anfang die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte, die den Löwenanteil des Impfens leisteten. Nämlich in den Pflegeheimen, in denen sie als „Hausärztinnen“ und „Hausärzte“ der Bewohnerinnen und Bewohner für das Impfen zuständig waren.

 

Überall Ärztinnen und Ärzte

Als dann aber das Impfen breitere Kreise erreichte (wenn auch vorneweg die sehr Alten und Alten), war viel mehr von Impfstraßen die Rede als von den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten. Für das Protokoll: Auch in den Impfstraßen impfen kompetente Ärztinnen und Ärzte – vom pensionierten Primar bis zur jungen Fachärztin. Sie haben bei aller logistischen Unterstützung nur ein Problem: Sie kennen die zu Impfenden in der Regel nicht, was die Aufklärung vor allem bei älteren Menschen naturgemäß nicht vereinfacht. Währenddessen können Vertrauensärztinnen und -ärzte auf die vorhandene Anamnese zurückgreifen. Sie wissen, wie sie mit den ihnen gut bekannten Menschen sprechen müssen und sie können auf eingespielte Ordinationsteams zurückgreifen, die diese als Patientinnen und Patienten ebenfalls sehr gut kennen.

Die in der Steiermark von vornherein gewählte Doppelstrategie – Impfen durch sehr viele Vertrauensärztinnen und Vertrauensärzte, ergänzendes Impfen in den Impfstraßen – erwies sich daher innerhalb kurzer Zeit als Erfolgsmodell, auch wenn der Start vielleicht nicht ganz so zackig war, wie es sich die Impfstrateg*innen gewünscht hätten. Aber bekanntlich wird der Sieg im Ziel festgestellt und nicht beim Start.

 

Animositäten ausgeräumt

Die eine oder andere Animosität zwischen organisatorisch und politisch Verantwortlichen sowie den impfenden Ärztinnen und Ärzten mit deren Repräsentanz sorgte in der Anfangsphase ebenfalls für Sand im Getriebe.

Der aber konnte dank des guten Willens auf allen Seiten und der Besinnung auf das gemeinsame Ziel, nämlich die Pandemie zu bekämpfen, in den Hintergrund gedrängt werden, auch weil es auf allen Seiten genug Menschen gab und gibt, die miteinander reden, statt vorwiegend übereinander.

Die Nagelprobe für dieses „Teamkonzept“ gab es dann beim Start der Impfwelle für Pädagog*innen (Lehrerinnen und Lehrer, Kindergartenpersonal) sowie schon zuvor beim Impfen der engen Angehörigen von Schwangeren, die ja selbst nicht flächendeckend geimpft werden sollen (aber laut NIG dann, „wenn der potenzielle Nutzen alle möglichen Risiken für Mutter und Fötus überwiegt“). Und sie wurde bestanden.

Man darf also optimistisch sein, dass dieses an Vertrauensärzt*innen orientierte Impfen als „Best-practice“-Modell weiterhin Bestand hat. Etwa auch beim Impfen der Menschen mit Behinderung, die ja vorrangig von ihren Vertrauensärztinnen und -ärzten betreut werden.

Das ist ganz generell ein gutes Konzept. Wer die Menschen vor dem Impfen zentral medizinisch betreut hat, sollte auch beim Impfen die zentrale Rolle einnehmen. Oder, wie es Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer mit seinem Stellvertreter Anton Lang, Ärztekammerpräsident Herwig Lindner und Hausärztin Reingard Glehr (Österreich impft, Stafam) formulierte: „Gemeinsam werden wir die Pandemie besiegen!“

 

Fotos: Streibl/Land Steiermark




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