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Qualitätssicherungs-Verordnung

Stand: Mai 2016


Die wichtigsten Informationen auf einen Blick:

Gesetzliche Mindeststandards für Qualität und Hygiene in Arztpraxen.

Gilt für alle niedergelassenen Ärzte, egal ob Wahl- oder Kassenarzt

Evaluierung mittels Selbstevaluierung via Fragebogen sowie stichprobenartiger
Überprüfung der Ordinationen
 

Rechtsgrundlagen

  • §§ 118 a – 118 c ÄrzteG
  • Qualitätssicherungsverordnung 2012
  • Hygiene-Verordnung 2012


Beratung und Service

Ärztekammer für Steiermark,
Kaiserfeldgasse 29, 8010 Graz

Karin Ferk
Tel: (0316) 8044-11

Fax: (0316) 8044-135
ngl.aerzte@aekstmk.or.at

 

Qualitätsevaluierung

Die Qualitätssicherungsverordnung schreibt gesetzliche Mindeststandards in Arztpraxen vor, unter anderem zu Hygiene, Lagerung von Arzneimitteln und Ordinationsbedarf, Erreichbarkeit bzw. Patientenversorgung, Ausstattung der Ordination sowie auch interne Kommunikation und Beschwerdemanagement.

Die ÖQMed (Österreichische Gesellschaft für Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement in der Medizin GmbH) kontrolliert die Umsetzung der festgelegten Standards einerseits mittels Selbstevaluierung seitens des Arztes anhand von Fragebögen, andererseits durch stichprobenartige Überprüfungen der Praxen durch Qualitätssicherungsbeauftragte; Das sind erfahrene niedergelassene Ärzte mit spezieller Ausbildung, die im Auftrag der ÖQMed evaluieren und die Kollegen in der Ordination unterstützen, beraten und für allenfalls anfallende Fragen zur Verfügung stehen.

Die Evaluierungsfragen für die österreichischen Arztordinationen sind auf der Homepage der ÖQMed veröffentlicht (http://www.oeqmed.at).

Von der Evaluierung betroffen sind ausnahmslos alle niedergelassenen Allgemeinmediziner und Fachärzte, ungeachtet des Umfangs ihrer selbstständigen Tätigkeit und ob sie als Wahl- oder Kassenärzte arbeiten.

Eine durchschnittliche Praxis wird die Kriterien erfüllen können, da die Qualitätsstandards meist bereits gegeben sind. Durch das Aufmerksamwerden auf eventuelle Mängel und die Behebung derselben kann die Qualität in den Ordinationen noch weiter verbessert werden.
Wer sich trotz Beratung und Hilfestellung beharrlich weigert, Mängel zu beheben, muss mit ernsthaften Folgen rechnen (Anzeige bei der Disziplinarkommission der ÖÄK, kassenrechtliche Konsequenzen).


Hygiene-Verordnung

Die Hygiene-VO legt Mindeststandards für Hygiene in der Ordination fest. Die Anforderungen an die Hygiene in einer Ordination sind direkt abhängig von der in der Ordination erbrachten Leistungen, der Patientenfrequenz sowie dem Gefährdungspotential besonderer Erkrankungen und müssen daher für jede Ordination eigens definiert werden.

Die Hygiene-VO beinhaltet Vorgaben für bau- und einrichtungstechnische Voraussetzungen, Ordinationspersonal, medizinische Gebrauchsgegenstände, Hygienepläne sowie Versorgung und Entsorgung von Abfällen. Bei entsprechenden Ordinationstätigkeiten gibt es auch noch Vorgaben für spezielle Erfordernisse, zB für die Behandlung von Wunden, Instrumentenaufbereitung und OP-Vorbereitung. Zur Absicherung des Ordinationsinhabers ist vorgeschrieben, dass einige Abläufe zu dokumentieren sind.

Die Hygiene-VO ist online unter www.arzthygiene.at abrufbar. Hier finden sich auch Antworten auf die häufigsten Fragen.




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