ARZT IM BESONDEREN DIENST Mein Rezept für Bewegung: überzeugen statt predigen Sebastian Sorger ist Orthopäde, Traumatologe und betreibt ein Fitness- und Gesundheitsstudio. Was ungewöhnlich klingt, erweist sich bei näherem Hinsehen als schlüssiges Modell, das medizinische Versorgung und aktive Gesundheitsarbeit konsequent zusammendenkt. „Sport war für mich nie Freizeitbeschäftigung – sondern eine Lebensweise“, sagt Sebastian Sorger. Schon im Jugendalter entdeckte er seine Leidenschaft für das Krafttraining. Sein Weg in die Medizin sei anfangs noch nicht klar gewesen. „Aber je tiefer ich in die Welt des Trainings eintauchte, desto mehr wollte ich verstehen, was hinter den Prozessen im menschlichen Körper steckt.“ Im Rückblick sei es „kein gerader Weg, aber ein sehr konsequenter“ gewesen. Erfolg durch Leidenschaft Gemeinsam mit seinem Vater führt Sorger in Weiz ein Fitness- und Gesundheitsstudio, das gegründet wurde, als Krafttraining gesellschaftlich noch weit weniger akzeptiert war als heute. Von seinem Vater habe er gelernt, „welches Potenzial gezieltes Training für die Gesundheit entfalten kann“ und wie wichtig es sei, Menschen „einfühlsam, motivierend und auf Augenhöhe“ zu begleiten. Auch unternehmerisch habe ihn das geprägt. „Wer ehrlich am Erfolg s e i - ner Kund:innen interessiert ist und diesen mit Leidenschaft verfolgt, für den stellt sich der eigene Erfolg von selbst ein.“ Dass es zwischen zwei Generationen auch Diskussionen gibt, versteht sich von selbst. „Altbewährte Methoden treffen auf neue Ansätze. Und genau daraus entstehen die besten Lösungen.“ Fließender Übergang Dementsprechend ist die Grenze zwischen klassischer Medizin und aktiver Gesundheitsarbeit für den Orthopäden bewusst nicht scharf gezogen. „Dieser Übergang ist fließend – und das ist gut so.“ Aufgabe des Arztes sei es, fundierte Diagnostik und Therapie zu betreiben und Patient:innen zugleich aufzuzeigen, wie sie langfristig selbst etwas für ihre Gesundheit tun können. Dabei betont Sorger auch die Eigenverantwortung. Mindestens genauso wichtig sei es, Patient:innen „in die Pflicht zu nehmen, Eigenverantwortung zu übernehmen und Empfehlungen konsequent umzusetzen“. Die besten Ergebnisse entstünden dann, wenn Medizin und aktive Gesundheitsarbeit von Anfang an Hand in Hand laufen. Fahrplan zur Prävention Viele Patient:innen kommen in die Ordination, wenn Schmerzen oder Verletzungen bereits „Können wir aus echter Überzeugung erklären, warum Bewegung für einen konkreten Patienten in seiner konkreten Situation wirksam ist, klingt das nicht nach Predigt – sondern nach Medizin.“ Sebastian Sorger 34 ÆRZTE Steiermark || 09|2026 Foto: Markus Kramp
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