AERZTE Steiermark 06 2026

16 ÆRZTE Steiermark || 06|2026 TAG DER ORGANSPENDE Was gute OrganspendeSysteme ausmacht „Generell muss man sagen, dass der Trend zur Organspende stagniert, tendenziell sogar leicht abnimmt“, so Robert Sucher, Leiter der Klinischen Abteilung für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie an der Med Uni Graz. Der GÖG und ihren Transplantationsbeauftragten, die stets bemüht sind, alle Krankenhäuser und Ärzt:innen zu diesem Thema aufzuklären und ins Boot zu holen, kommt daher eine tragende Rolle zu. In der Region Süd, zu der neben Kärnten die Steiermark zählt, sind wir aber gut versorgt. Das zeigt, was möglich ist, wenn Intensivmedizin, Transplantationskoordination und Chirurgie eng zusammenspielen. Der Süden liegt vorne „Die Region Süd hat in Österreich das höchste Spenderaufkommen“, sagt der Transplantationsexperte. Für ihn ist das kein Zufall. Ausschlaggebend seien vor allem engagierte Organspende-Beauftragte, aktive Intensivstationen und regelmäßige Schulungen. „Die erfreulichen Zahlen sind nicht nur ein Ergebnis der hierzulande geltenden Widerspruchslösung, sondern auch auf die hervorragende Arbeit des Organspende-Beauftragten Michael Zink und seines Teams zurückzuführen.“ Österreich verzeichnet deutlich kürzere Wartezeiten als etwa Deutschland. Bei der Niere spreche man hierzulande von etwa drei bis Obwohl der Trend zur Organspende stagniert, ist die Versorgung in der Steiermark gut. Warum das so ist, wo die Grenzen des Systems liegen und was wir von der Transplantationsforschung erhoffen dürfen, erklärt Transplantationsexperte Robert Sucher. Foto: envato/chormail

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