rochirurgie 2023 begonnen. „Mich fasziniert die Neurochirurgie, weil sie eine Brücke zwischen klinischer Medizin und Neurowissenschaften schlägt – ein Fach, das sich ständig weiterentwickelt und in dem man nie auslernt“, erzählt sie. Ihre Schwester ist ebenfalls Neurochirurgin, wodurch sie schon früh Einblick in das Fach erhielt. Besonders interessant findet Karakaya die Gliomchirurgie: „Hier ist die präzise anatomische Planung entscheidend, weil die Grenze zwischen gesundem und tumorösem Gewebe nicht sichtbar ist.“ Außerdem lassen sich in der Neurochirurgie auch mit vergleichsweise kleinen Eingriffen, etwa bei chronischen Subduralhämatomen, Leben retten und die Lebensqualität nachhaltig verbessern. „Die Neurochirurgie lebt von Präzision, Konzentration und Feingefühl – Qualitäten, die viele Frauen mitbringen. Ich finde, das macht das Fach für uns besonders spannend“, betont sie. Voraussetzungen Und was sind die Voraussetzungen, um in der Neurochirurgie erfolgreich zu sein? „Eine ruhige Hand muss man schon mitbringen, da viel feinmikroskopisch gearbeitet wird. Geduld und Konzentrationsfähigkeit braucht es, da gerade Tumor-OPs oft Stunden dauern, wir dabei sitzen und man sich nicht viel bewegen kann. Und man muss sich die Neugier bewahren, schließlich gibt es ständig Innovationen“, zählt Sandro Eustacchio auf. Und last but not least: „Teamfähigkeit. Man muss gut mit anderen zusammenarbeiten und sich auch einmal zurücknehmen können.“ NEUROCHIRURGIE ÆRZTE Steiermark || 03|2026 17 „Die Neurochirurgie lebt von Präzision, Konzentration und Feingefühl – Qualitäten, die viele Frauen mitbringen. Ich finde, das macht das Fach für uns besonders spannend.“ Sila Karakaya „In der Neurochirurgie ist man sehr auf technologische Unterstützung angewiesen. Wir operieren fast nur unter mikroskopischer Sicht, uns werden Navigationsdaten eingespielt und Gehirnfunktionen eingeblendet.“ Sandro Eustacchio Foto: KK, LKH-Univ. Klinikum Graz_M_Kanizaj (2)
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