AERZTE Steiermark 09 2026

ANGESTELLTE ÄRZTINNEN UND ÄRZTE Gerade in Ausbildung der nach Hause gehen.“ Das ist – ebenso wie das große Spektrum – oft eine positive Überraschung für die Neuen im Team. Die Lage als Herausforderung Eine Herausforderung ist vielleicht die geografische Lage, das ist Rainer bewusst: „Mit den Öffis kommt man schlecht zu uns, so ehrlich muss man sein. Ein Auto braucht man, aber dann hat man gute Möglichkeiten – Klagenfurt und Salzburg sind jeweils nur eine Stunde entfernt. Und die besondere Lage auf 1.300 Metern Seehöhe hat auch ihre Vorteile: Rundherum stehen Sportmöglichkeiten en masse zur Verfügung.“ Gerade für Naturliebhaber:innen und Sportbegeisterte bietet die Region damit einen hohen Freizeitwert. Und den Schnee im Winter muss man nicht fürchten, weil die Zufahrt zum Standort stets gut gewährleistet ist. Famulatur-Ranking: Sehr gute Ratings In der Abteilung für Anästhesie setzt man vor allem auf eine sehr individuelle Betreuung und Förderung der jungen Kolleg:innen. „Das kommt bestens an und wird geschätzt, was uns auch in diversen Portalen bestätigt wird. Da haben wir sehr gute Ratings. Wer unsere Arbeit unterstützt und den guten Teamspirit mitträgt, der wird auch merken, dass wir darauf achten, unseren Kolleg:innen eine möglichst gute WorkLife-Balance zu bieten“, so Primar Rainer. Kostenfrei wohnen Zusätzliche Benefits vor Ort sind, dass Studierende auf der Stolzalpe sogar kostenfrei wohnen können. Assistenzärzt:innen zahlen in den ersten 5 Jahren nur die Hälfte des Mietpreises. Bis auf den Strom werden auch einige Betriebskosten übernommen. Wer sich die Abteilung für Anästhesie auf der Stolzalpe vor der Entscheidung einmal anschauen möchte, möge einfach im Sekretariat anrufen, meint Michael Rainer. Sein Appell: „Es ist extrem wichtig, dass sich die jungen Kolleg:innen trauen, über die Stadtgrenzen hinauszuschauen und erkennen, dass es im peripheren Bereich hervorragende Möglichkeiten gibt, eine gute Ausbildung zu bekommen. Wir freuen uns über engagierte Menschen, die zu uns kommen.“ Clemens Hausreither ist derzeit als Famulant auf der Stolzalpe: „Dass ich hierher gekommen bin, war ein glücklicher Zufall. Meine Tutorin hat mir von der Stolzalpe, von der Arbeit mit einem kleinen, engagierten Team und der Natur hier erzählt. Das hat mich angesprochen, denn Wien wollte ich mir bewusst nicht antun.“ Aktive Rolle statt Beobachter Die Erwartungen haben sich für Hausreither voll erfüllt: „Es ist wirklich ein angenehmes, tolles Team und man lernt die Leute gleich viel besser kennen als in einem großen Haus. Die Erwartung vor Ort ist allerdings auch, dass man sich einbringt und nicht nur beobachtet. Man wird gut eingebunden, ist beim Stechen eines Nervenkanalblocks gleich dabei und wenn man sagt, was man lernen will, dann bekommt man auch schnell die Möglichkeit dazu.“ Natürlich sei es interessant, im Wiener AKH eine ECMO zu sehen, meint er, aber das sei beobachten anstatt es selbst zu tun. Und die aktive Rolle hier auf der Stolzalpe schätzt er sehr. Ohne Auto, das sieht auch der Famulant so, ist man auf der Stolzalpe aufgeschmissen, doch auf der anderen Seite sind die sportlichen Möglichkeiten zur Erholung vor Ort perfekt. Als begeisterter Wanderer nutzt Clemens Hausreither gemeinsam mit einem Freund gerne die Möglichkeit, nach dem Dienst auf die Stolzalpe zu wandern oder auf dem Sölkpass im Bergsee zu schwimmen. Für ihn gibt es auf jeden Fall viele gute Gründe, sich für die Stolzalpe zu entscheiden. ÆRZTE Steiermark || 09|2026 53 „Wir werden gern übersehen, dabei gibt es mehr als die Ausbildungsmöglichkeiten in der Stadt. Vor allem unser großes anästhesiologisches Spektrum überrascht viele.“ Michael Rainer Leiter der Abteilung für Anästhesiologie, Standort Stolzalpe Foto: privat (2) STARKER STANDORT Serie der Kurie Angestellte Ärzte

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