ÆRZTE Steiermark || 06|2026 35 Frisch publiziert Secreted enzyme uptake masks the in vivo phenotype of macrophage-specific lysosomal acid lipase deletion. Mukherjee, S; Korbelius, M; Pirchheim, A; Schwarz, B; Diaz, M; Schooltink, L; Grabner, GF; Vujić, N; Kratky, D. Mol Metab. 2026; 108:102369 Doi: 10.1016/j.molmet.2026.102369 [OPEN ACCESS] Forscher:innen der Grazer Medizinischen Universität publizieren regelmäßig in internationalen Journalen. Wir bringen jeden Monat aktuelle Beispiele. Foto: LKH-Univ Klinikum Graz Healthy Aging des Bewegungsapparates An der Med Uni Graz wird an der Rolle des Bewegungsapparates in Zusammenhang mit dem gesunden Altern geforscht. Nun wurde die universitäre Kompetenzeinheit „Muskuloskelettale Gesundheit“ gegründet, in der sich Wissenschafter:innen mit Knochen- und Muskelschwund im Alter beschäftigen. Knochen sind keineswegs totes oder inaktives Gewebe, ihre Struktur wird laufend angepasst und reagiert aktiv auf Belastung, erläutert Barbara Obermayer-Pietsch, Professorin für Innere Medizin an der Klinischen Abteilung für Endokrinologie und Diabetologie der Medizinische Universität Graz. Regelmäßige Bewegung sendet dem Körper das Signal, Knochen zu stärken. Dabei arbeiten Osteoblasten, die neues Knochengewebe aufbauen, und Osteoklasten, die Gewebe abbauen und Nährstoffe wiederverwerten, ständig am Umbau der Knochenstruktur, damit das Gewebe den aktuellen Belastungen bestmöglich standhalten kann. Wer seine Knochen durch Bewegung also regelmäßig fordert, sorgt für ein stärkeres Skelett. Gelenke und Muskeln Ebenso wesentlich für unseren Bewegungsapparat sind Gelenke und Muskeln. Eine starke Muskulatur ist nicht nur dafür da, um schwere Gewichte bewegen zu können, sondern dient auch als wichtige Halterung für den gesamten Bewegungsapparat, besonders im Rücken. Muskeln unterstützen aber auch das Herz-Kreislauf-System, verringern das Verletzungsrisiko und können über Botenstoffe, die bei Aktivität ausgeschüttet werden, auch andere Organe wie Leber, Gehirn oder Darm positiv beeinflussen. Sarkopenie Ein wichtiger Forschungsschwerpunkt an der Med Uni Graz ist die Sarkopenie, also Muskelschwund im Alter, vor allem eine Erscheinung im fortgeschrittenen Alter. Dieser Verlust an Muskelmasse sorgt für ein erhöhtes Sturzrisiko, führt häufiger zur Osteoporose und ist ein immer größeres Problem für Gesundheitssysteme in einer alternden Bevölkerung weltweit. An der Med Uni Graz werden Biomarker für Sarkopenie erforscht. Das beteiligte Team analysierte Daten aus einer Langzeitstudie, der BioPersMed-Kohorte (Biomarker für personalisierte Medizin, mehr als 1.000 Teilnehmende über bisher 15 Jahre), um verlässliche Biomarker für Muskelschwund zu finden. Fündig wurden sie u. a. bei dp-ucMGP, einem sogenannten Adipokin, also einem Stoff, der eigentlich von Fettgewebe gebildet und ausgeschüttet wird. Diese Unterform des Matrix-GLAProteins (MGP) ist am Knochenstoffwechsel beteiligt und wurde schon zuvor mit verringerter Muskelkraft assoziiert. FORSCHUNG STEIERMARK Barbara Obermayer-Pietsch
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