NIEDERGELASSENE ÄRZTINNEN UND ÄRZTE und dem Gesundheitsfonds Steiermark mitfinanziert. Ein weiterer ebenso wichtiger Punkt: Neben einer finanziellen Unterstützung müsse es im Rahmen des HausarztPlus-Modells auch Erleichterungen bei der Anstellung anderer Ärzt:innen geben, um diese organisatorisch und personell zu stärken. Wenn aufwändige Gründungsverfahren und Bewerberverfahren wegfallen, Verträge zwischen Ärzt:innen erleichtert werden, dann stehe einer raschen Umsetzung nichts im Wege, betont Moussa, dass die Bevölkerung von der Einführung des Modells wirklich rasch profitieren könnte: „Wir wollen mit dem Land und der ÖGK eine gute und breite Versorgung sicherstellen.“ Vorsorge stärken Diese Stärkung der Einzel- und Gruppenpraxen passt auch zu einem Vorstoß der Wiener Ärztekammer, den die steirische Kurie unterstützt, nämlich die Vorsorge zu stärken: Gefordert wird zum Beispiel ein Vorsorgeprogramm für Kinder und Jugendliche zwischen dem 6. und dem 18. Lebensjahr. Denn nachdem die ElternKind-Pass-Untersuchungen enden, gibt es derzeit eine große Lücke im Vorsorgeplan. Ein Screening-Programm für Kinder und Jugendliche könnte sich am „Gesundheits-Check Junior“ der SVS orientieren, die dies als einzige Kasse vorsieht. Verbesserungspotenzial bei der Vorsorge gibt es außerdem zum Beispiel bei der gendergerechten Medizin, die derzeit vernachlässigt wird: Man fordert ein organisiertes Prostatakrebs-Screening, zu dem Männer ab 50 Jahren persönlich eingeladen werden. Bei Frauen sollten die Bestimmung des Eisenstatus und des Schilddrüsenwerts TSH in den Vorsorgekatalog aufgenommen werden. Fotos: Schiffer, envato/gpointstudio „Das Ziel ist es, Arztpraxen organisatorisch und personell zu stärken. Gleichzeitig könnte das für Patient:innen erweiterte Öffnungszeiten oder ein breiteres therapeutisches und diagnostisches Angebot ermöglichen.“ Gudrun Zweiker Kurienobmann-Stellvertreterin ÆRZTE Steiermark || 02|2026 57
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