WELTKREBSTAG 18 ÆRZTE Steiermark || 02|2026 Die Onkologie in der Steiermark ist im Wandel Rund 7.000 Krebsneuerkrankungen pro Jahr, etwa 3.200 Krebstodesfälle und ein Plus von rund 15 Prozent bis 2030: Spezialist Peter Krippl beschreibt, wie Demografie, Tumorboards und neue Therapien die Versorgung in der Steiermark prägen. Der 4. Februar – der Weltkrebstag – ist Anlass, die steirische Onkologie aus der Versorgungsperspektive zu beleuchten. Die Fallzahlen bleiben hoch, aber die Therapien werden präziser – und das System muss mehr Komplexität tragen. Peter Krippl, ärztlicher Direktor des LKH Oststeiermark sowie Leiter der Abteilung für Innere Medizin und Hämato-Onkologie am Standort Fürstenfeld, beurteilt die Versorgung derzeit als gut, warnt aber vor wachsenden Anforderungen durch die demografische Entwicklung und innovative Therapien mit hohem Kostenfaktor. Zahlen und Treiber Peter Krippl beziffert die Krebsneuerkrankungen in der Steiermark auf rund 7.000 pro Jahr; Männer seien etwas häufiger betroffen als Frauen (etwa 3.800 zu 3.200). Krebs bleibt nach Herz-KreislaufErkrankungen die zweithäufigste Todesursache: Rund 3.200 Menschen sterben jährlich an Krebs. Jeder 4. Österreicher erkrankt einmal in seinem Leben an Krebs, jede 8. Frau an Brustkrebs. Die erwartete Zunahme bis 2030 liege bei etwa 15 Prozent, erklärt Krippl mit Blick auf die Altersstruktur: Die
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