AERZTE Steiermark 07_08 2026

48 ÆRZTE Steiermark || 07_08|2026 ANGESTELLTE ÄRZTINNEN UND ÄRZTE Foto: envato/Gorlovkv Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie stellt für viele Ärzt:innen schon generell eine zentrale Herausforderung dar – im Sommer, also genau jetzt, spitzt sich diese Situation zu. Während der medizinische Versorgungsauftrag unverändert hoch ist, geraten die Betreuungsstrukturen für Kinder in den Ferienmonaten zunehmend an ihre Grenzen. Lange Schließzeiten von Kindergärten, Schulen, Horten und anderen Betreuungseinrichtungen führen dazu, dass Ärzt:innen mit Betreuungspflichten vor erhebliche organisatorische und persönliche Belastungen gestellt werden. Das Problem wird durch nötige Urlaubsvertretungen im Spitalsdienst sogar verschärft. „Die Kinderbetreuung in unseren Spitälern und deren Umfeld ist schon im Regelbetrieb an vielen Standorten unzureichend“, bringt es Gerhard Posch, Kurienobmann der angestellten Ärzte, auf den Punkt. „Die teilweise sehr langen Ferienschließzeiten von Betreuungseinrichtungen bringen die betroffenen Familien massiv ins Schleudern, sodass der Sommer nicht die gewünschte Erholungszeit bringt, sondern vielmehr ein Paket an familienorganisatorischen Herausforderungen.“ Ärzt:innen arbeiten außer der Norm Die generelle Crux: Der spitalsärztliche Bereich ist geprägt Fehler im System Einen Fleckerlteppich – aber keine Strategie – das ortet die Ärztekammer für Steiermark bei der Betreuung der kleineren Kinder von Ärzt:innen im Spitalsumfeld. Nach wie vor ist der Beruf mit kleinen Kindern extrem schwierig zu vereinbaren, daher fordern wir die Spitalsträger auf, an die Dienstzeiten der Ärzt:innen angepasste Betreuungsmöglichkeiten zu schaffen.

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