NEWS Keine Heldentat mit Scheinwerferlicht Blut kann man nicht einfach nachbestellen. Es kommt nicht aus der Fabrik. Und genau deshalb ist jede Blutkonserve mehr als ein medizinisches Produkt: Sie ist ein Akt der Solidarität, der im entscheidenden Moment über Leben und Tod entscheiden kann. Immer wieder müssen Routineeingriffe verschoben werden, weil zu wenig Blut vorhanden ist. Das sollte jeden einzelnen und jede einzelne von uns aufrütteln. Denn der Mangel entsteht nicht, weil die Medizin an ihre Grenzen stößt, sondern weil nicht genügend Menschen bereit sind, einen kleinen Teil ihrer Zeit zu geben. Für Spender:innen ist es ein überschaubarer Aufwand. Für Unfallopfer, Krebspatient:innen oder Menschen auf der Intensivstation kann es entscheidende sein. Blutspenden ist keine große Heldentat mit Scheinwerferlicht. Es ist eine stille, einfache und wirksame Form des Lebensrettens. Wer spendet, hilft nicht irgendwann abstrakt, sondern ganz konkret: bei Operationen, nach schweren Unfällen, während Therapien und in akuten Notfällen. Deshalb braucht es nicht nur – wie jeden Sommer – Appelle, sondern ein neues Bewusstsein: Blutspenden muss selbstverständlich werden. Denn wenn Blut fehlt, fehlt nicht irgendein Vorrat. Dann fehlt Hilfe, die kein Labor der Welt ersetzen kann. Verhandlungen zur Codierung ICD Elisabethinen sind übersiedelt Kurz vor dem Inkrafttreten der verpflichtenden Diagnosecodierung fand noch ein weiterer Verhandlungstermin der Ärztekammer mit Bundesministerin Korinna Schumann statt, um die Bedenken der Ärzteschaft ein weiteres Mal zu unterstreichen. „Trotz unserer Kritik und des zusätzlichen bürokratischen Aufwands für die Ordinationen hält das Gesundheitsministerium an dieser Vorgabe fest“, bedauert Dietmar Bayer, stv. Obmann der Bundeskurie Niedergelassene Ärzte und Vizepräsident der Ärztekammer für Steiermark. Dennoch gelang es, einige Erleichterungen für die Ärzteschaft zu erzielen. Seit 1. Juli müssen ambulante Patientenkontakte verpflichtend mit einer codierten Diagnose gemeldet werden. Was vor 3 Jahren mit dem Spatenstich eines Neu- bzw. Zubaus begann, wird nun Realität: Das Krankenhaus der Elisabethinen Graz vollzog die größte Übersiedelung seiner Geschichte. Mit der Verlegung der Abteilungen für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Neurologie vom Standort Eggenberg in die Elisabethinergasse wurde ein zentrales Zukunftsprojekt abgeschlossen, freut sich Christian Lagger, Geschäftsführer der Elisabethinen Graz. Der Neu- und Zubau schafft Raum für insgesamt 217 Betten und vereint die Fachrichtungen der Inneren Medizin, Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, Radiologie sowie die interdisziplinäre multimodale Schmerzmedizin an einem Standort. ZITAT „Die Generation 50 plus ist noch damit aufgewachsen: ,Ein Indianer kennt keinen Schmerz‘ und ,Nur die Harten kommen in den Garten‘. Aber man muss nicht nur das Auto, sondern auch den eigenen Körper zum Service bringen“ Krebshilfe-Geschäftsführerin Martina Löwe im „Kurier“, 21.6.2026 Foto: BMASGPK, Nikolaus Pfusterschmid ÆRZTE Steiermark || 07_08|2026 43 AKUT ÖÄK-Kammeramtsdirektor Lukas Stärker, ÖÄK-Präsident Johannes Steinhart, Bundesministerin Korinna Schumann, Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig, Stv. Bundeskurienobmann Dietmar Bayer (v. l.)
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