Foto: envato/LightFieldStudios GEWALT GEGEN FRAUEN ÆRZTE Steiermark || 07_08|2026 25 Erwachsenenalter betrifft jede sechste Frau. Korsatko spricht in diesem Zusammenhang von einer „nach wie vor bestehenden Schieflage“. Häusliche Gewalt sei Frauen oft gar nicht bewusst, Zwangskontrolle bleibe im deutschsprachigen Raum unterschätzt. Umso wichtiger sei Bewusstseinsbildung – gesellschaftlich wie individuell. Prävention: Grenzkompetenz Im Zentrum von Korsatkos Arbeit steht deshalb die Stärkung der Selbstwahrnehmung und das Heranbilden von gesunden Grenzen. Selbstwertstärkung ist ein wichtiger präventiver Schritt, um Grenzüberschreitungen früh wahrzunehmen, aus eigener Kraft abzuwehren oder sich Hilfe zu holen. Für die ärztliche Praxis ergibt sich daraus ein klarer Auftrag: Gewalt nicht nur als forensisches oder psychosoziales Randthema zu sehen, sondern als relevantes Gesundheitsrisiko. Entscheidend sind Aufmerksamkeit, Sprache, Dokumentation – und die Bereitschaft, eine Tür offen zu halten, durch die Patientinnen gehen können.
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