2025 war eines der 10 wärmsten Jahre sowie eines der 20 trockensten Jahre seit Beginn der Messgeschichte in Österreich, sagen die Landesstatistik Steiermark und GeoSphere Austria. Die höchsten Jahresdurchschnittstemperaturen wurden dabei in Bad Radkersburg und Graz gemessen – Orte, die seit Jahren an der Spitze der Statistik liegen. Die Höchsttemperatur wurde 2025 in Leoben mit 35,6 Grad Celsius gemessen, vor Deutschlandsberg (35,4 Grad Celsius) und Bad Gleichenberg (35,2 Grad Celsius). Hitzetage (also ab 30 Grad Celsius) gab es im Vorjahr zwar in Summe weniger als 2024, dennoch waren es einige: in Bad Radkersburg etwa 41 Hitzetage, in Graz 32. Der Sommer in der ZAM Doch was macht die Hitze mit uns? Trotz Zunahme der Hitzeperioden kann der Sommer die Infekt-Saison vom Patientenaufkommen für die Internist:innen nicht toppen, stellt Eva Fichtinger, Oberärztin in der ZAM, klar: „Aber wir sehen in diesen Zeiten, dass speziell viele ältere Patient:innen mit Vorerkrankungen wegen der Hitze zu uns kommen.“ Das liege vielfach auch daran, dass diese Menschen sehr starre Abläufe haben – wenn sie immer mittags spazieren gehen oder Rasen mähen, dann weichen sie an heißen Tagen nicht davon ab. „Wir sind eben Gewohnheitstiere und viele unterschätzen den Einfluss der Hitze, sind dann völlig dehydriert und kollabieren sogar“, so Fichtinger. Weitere „Klassiker“ im Sommer sind „Insektenstiche und allergische Reaktionen sowie Brechdurchfall durch verdorbene Lebensmittel, wenn die Kühlkette beispielsweise bei Huhn oder Tiramisu nicht eingehalten wurde“. Ältere besonders gefährdet Ein hohes Lebensalter ist ein klarer Risikofaktor. Besonders gefährdet sind in Hitzeperioden Menschen mit Herzkreislauf-Erkrankungen. Weiters nennt die Ärztin Polyneuropathien, Gehbehinderungen und alles, was die Mobilität einschränkt, da es dann durch die Hitze leichter zu Stürzen kommen kann. Symptome, bei denen auf jeden Fall Maßnahmen ergriffen werden müssen, sind Verwirrtheit, Bewusstseinsstörungen und Fieber, betont die Internistin. Ältere Menschen unterschätzen den Flüssigkeitsverlust beim 12 ÆRZTE Steiermark || 04|2026 HITZE Das sind die „Nebenwirkungen“ des Sommers Sommer, Sonne, Sonnenschein – prinzipiell eine feine Sache, doch damit gehen leider auch Hitzetage, Tropennächte und körperliche Belastung einher. Wir haben in der ZAM des LKH-Univ. Klinikum Graz und auf der Kinderklinik nach den „Nebenwirkungen“ der heißen Zeit gefragt. Steiermark || 07_08|2026 Foto: envato/yusufdemirci(2), Schiffer „Viele ältere Patient:innen mit Vorerkrankungen kommen wegen der Hitze zu uns. Sie haben oft sehr starre Abläufe, von denen sie nicht abweichen – beispielsweise mittags spazieren zu gehen.“ Eva Fichtinger Oberärztin ZAM
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