ANGESTELLTE ÄRZTINNEN UND ÄRZTE Fotos: VERDINO Philipp Zach, beigestellt ÆRZTE Steiermark || 12|2025 41 „Es wäre ein wichtiger Schritt, die jungen Ärzt:innen zu unterstützen und ihnen die Möglichkeit zur Auseinandersetzung mit der KI zu geben.“ Alexander Rosenkranz Vizerektor, Uniklinik für Innere Medizin, Graz Karoline Mayer-Pickel und Rene Laky bei der Ausbildung von jungen Ärzt:innen großen Wert auf „Professionalism – das inkludiert Empathie, Kompetenz, Engagement, Verlässlichkeit, Kollegialität und kritisches Denken“. LKH Murtal, Knittelfeld Die Beteiligung an der Umfrage war in der Abteilung für Innere Medizin am LKH Murtal, Standort Knittelfeld, heuer sehr gut – ebenso die Bewertung an sich. Das führt Andreas Lueger unter anderem auf ein strukturiertes Ausbildungskonzept zurück: „Das beginnt bei der Morgenbesprechung, bei der es nicht nur um Fallbesprechungen geht, sondern der Fortbildungsaspekt einen besonderen Stellenwert hat.“ Außerdem gibt es wöchentlich kurze fixierte Fortbildungsveranstaltungen, die von den Ärzt:innen in Ausbildung und den Studierenden anlassbezogen an Hand von Patient:innen gestaltet werden. Die Ausbildung der Assistent:innen wird quartalsmäßig mit den Ausbildungsoberärzt:innen besprochen und den Bedürfnissen der Auszubildenden sowie an die Schwerpunkte des Krankenhauses angepasst. „Ich bin jetzt seit 2 Jahren da und wir haben von Anfang an damit begonnen. Wir kümmern uns sehr um die Studierenden, diese werden vom ersten Tag an aktiv in unser Team integriert. Der daraus entstandene gute Ruf sorgt dafür, dass wir bei KPJAnfragen und Famulaturen bereits für das kommende Jahr ausgebucht sind. Dies hat sich vor allem in den Sozialen Medien herumgesprochen“, so Lueger, der auch betont, dass alle Oberärzt:innen voll hinter dem Thema Ausbildung stehen. Univ.Klinikum für Innere Medizin Die Uniklinik für Innere Medizin schneidet bei der aktuellen Ausbildungsevaluierung als zweitbeste Einheit bei EBM ab. „Der Vorteil einer Uniklinik ist natürlich, dass sie direkt an der Entwicklung der Leitlinien dran ist“, sagt Vizerektor und Klinik-Vorstand Alexander Rosenkranz, der auf Fortbildung und darauf, dass alle in der gesamten Inneren Medizin immer auf neuestem Stand sind, großen Wert legt. Über alle 10 Abteilungen im Bereich werden die Ausbildungsoberärzt:innen koordiniert, es finden Feedback-Gespräche mit den Ärzt:innen in Ausbildung statt, um so die Ausbildung weiterzuentwickeln. „Wichtig ist, dass sich die Zufriedenheit verbessert hat, aber ich hätte gerne noch mehr Rücklauf bei den Fragebögen“, so Rosenkranz, „nur so kann man für Weiterentwicklung sorgen“. Zwar geht es in der Inneren Medizin um sehr spezialisierte Bereiche, doch legt Rosenkranz Wert auf eine breite Ausbildung der Jungärzt:innen: „Wir haben alles vor Ort und achten auf einen klaren Rotationsplan.“ Ein großes Potenzialfeld in der Ausbildung sieht er in der Nutzung von KI und digitaler Unterstützung z. B für Codierungen: „Das wäre ein wichtiger Schritt. Wir müssen die jungen Ärzt:innen unterstützen und ihnen die Möglichkeit zur Auseinandersetzung mit der KI geben. Sie sollen die Basis mitbekommen.“ „Wir müssen begründen können, was wir empfehlen und was wir tun. Phrasen wie ,Haben wir schon immer so gemacht‘ sind insuffizient.“ Karl Tamussino Uniklinik für Frauenheilkunde, Graz Univ.-Prof. Karl Tamussino, Rene Laky, Karoline Mayer-Pickel und Univ.- Prof. Herbert Fluhr
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