ARZT IM BESONDEREN DIENST ÆRZTE Steiermark || 12|2025 25 „Das ununterbrochene Spielen erfordert eine Atemtechnik, die auch vom medizinischen Standpunkt aus spannend ist. Es ist einfach faszinierend, dass man spielen kann, ohne aufzuhören.“ Wolfgang Raith Facharzt für Kinder- und Jugendheilkunde in Graz Fotos: Privat spannend.“ Dafür kommen neue Herausforderungen hinzu – etwa das Management: „Ob die Handschuhe ausgehen könnten, war früher beispielsweise nie mein Thema“, sagt er lachend. Musik als Therapie Aber wenn Stress aufkommt, greift Raith zum Didgeridoo. „Man muss erst seine Ordnung finden, damit man spielen kann – es erfordert Konzentration und hat zugleich etwas Meditatives.“ Wie der Arzt generell überzeugt ist, dass die körperliche Erfahrung beim Musizieren, aber auch die Vibrationen zur Entspannung beitragen und eine Kraftquelle für jeden Menschen darstellen. Gerade bei Neugeborenen wirkt das aktive Singen oder Summen mit dem Kind unterstützend zur Behandlung beispielsweise von Säuglingen mit speziellen Bedürfnissen. Es führt zu einem anderen Atmen, entspannt die Eltern, und das überträgt sich auf die Kinder ebenso wie die Schwingungen. Sogar zu Frühgeborenen im Inkubator lässt sich so Kontakt aufnehmen. Daher besucht Raith auch immer wieder Vorlesungen an der Musikuniversität zum Thema Musiktherapie und könnte sich sogar vorstellen auf diesem Gebiet noch eine Ausbildung zu machen. Alonso ist Wolfgang Raiths bester Zuhörer. Sein Vorgänger, ein Cockerspaniel hat immer „mitgesungen“.
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