WIRTSCHAFT&ERFOLG Häufige Fehler Bevor Ärzt:innen einen Account eröffnen, sollten sie sich über ihre Zielgruppe, ihre Botschaften und ihre Ressourcen klar werden. Professionalität, Authentizität und klare Ziele sind entscheidend, alles andere hält Kühnelt für Geldverschwendung. Häufige Fehler seien unprofessionelle Auftritte, die keine Reichweite erzielen, oder eine Vermischung von Privatem und Beruflichem. Für die Praxis bedeutet das: täglich kurz auf Reaktionen zu schauen, Dialogbereitschaft zeigen und Inhalte planvoll vorbereiten. Mit einigen Stunden pro Woche ist hier schon zu rechnen. Als erfolgreiche Beispiele für gelungene SocialMedia-Kanäle nennt Kühnelt Instagram-Accounts wie ninjadoc_uwe oder das deutsche Duo @handfussmund, die zeigen, wie sich Seriosität mit Authentizität verbinden lässt. Recht und Ethik Doch die Grenzen zwischen seriöser Aufklärung, Werbung und Selbstdarstellung sind fließend. Werbung für medizinische Produkte ist klar ausgeschlossen. Grundsätzlich gilt: Zurückhaltung zahlt sich aus. Ärzt:innen sollten niemanden bloßstellen, falsche Informationen vermeiden und die berufsethischen Standards auch online konsequent einhalten. Blick in die Zukunft Die nächste Generation von Ärzt:innen wächst als „Digital Natives“ mit Social Media auf. Doch gerade sie müsse lernen, zwischen privater und beruflicher Nutzung zu unterscheiden, betont Kühnelt und stellt in Frage, ob ein entsprechendes Wissen nicht auch Teil der Ausbildung an der Universität sein sollte, zumal auch Technologien wie KI-gestützte Tools, eine zunehmende Rolle spielen. Auch wenn sich die Herangehensweise der verschiedenen Generationen unterscheidet, eine professionelle Strategie als Basis wird jeder gute und erfolgreiche Social-MediaKanal brauchen. ÆRZTE Steiermark || 10|2025 31
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