AERZTE Steiermark 10 2025

ÄRZTIN IM BESONDEREN DIENST Die Initialzündung Tiere hat Martina Stelzl immer schon geliebt und ebenso das Reisen. Aber erst die geplante Reise zu den Galapagos-Inseln 2014 löst die Initialzündung für die heutige Leidenschaft aus. „Ich habe gesagt, auf die Galapagos-Inseln fahre ich nicht, ohne Fotos zu machen.“ Eine erste Digitalkamera und los ging‘s, der Gatte macht mit dem Fernglas den Scout oder genoss einfach. Der Anfang war zwar noch nicht ganz so toll im Ergebnis, aber jedenfalls gemacht, sagt sie. Und seither geht es nach Möglichkeit dreimal im Jahr in Länder und Regionen, wo die Fauna in ursprünglicher, unberührter und wilder Natur erlebt werden kann, wo sich Erlebnisse nicht nur auf der Speicherkarte, sondern auch im Herzen tief einprägen und die Abenteuerlust nie zu kurz kommt. Die große Liebe gehört Afrika und dort könnte das Okowango-Delta primus inter pares sein. Oder doch die Kalahari? „Das ist halt wieder ganz etwas anderes.“ Die Grenzen Unter den Tieren gehört ihr Herz eindeutig den Leoparden, „bisher jedenfalls wurde diese Schönheit für mich durch nichts übertroffen.“ Überhaupt den Katzenartigen. Das nächste Ziel für heuer ist der iberische Luchs, auf der gleichnamigen Halbinsel. Selbst bei der Tierfotografie zieht Frau Doktor allerdings eine Grenze: „Bei unserer letzten Afrikareise haben wir ein Wildhunde-Rudel – deren Bestand übrigens auch schon im steilen Sinkflug ist – bei der Antilopenjagd beobachtet. Die haben das Impala erlegt und noch bei lebendigem Leib aufzufressen begonnen. Das ist der Moment, wo ich die Kamera ablege. Ich weiß schon, ,fressen und gefressen werden‘. Das passt schon. Aber es ist wohl der Respekt vor beiden Tieren, warum ich das nicht mehr fotografieren mag. Oder – nachdem ich die Jagd ja durchaus noch fotografiere, vielleicht der Respekt vor dem Tod. Wohl eine Frage der Ethik.“ ÆRZTE Steiermark || 10|2025 23

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