AERZTE Steiermark 07 2025

ÆRZTE Steiermark || 07|2025 31 GERNE ARZT IN DER STEIERMARK übernahm eine Kassenstelle in Gleisdorf, die einzige dort und deutlich näher an seinem Wohnort. Sein wichtigster Beweggrund: „Durch die Nähe an das Uniklinikum sind erwartungsgemäß externe Versorgungsmöglichkeiten für Kinder besser aufgestellt“, so Kahl. „Das erleichtert das Arbeiten mit Patient:innen und Eltern und erhöht die Effektivität in der Diagnostik und Therapie“. Déjà-vu Und dann kam das déjà-vu: Der Anfang war auch hier durchwachsen. Die Räume der Vorgängerin waren baulich wenig geeignet. Personal konnte nicht übernommen werden, und die Suche nach neuen, tauglichen Räumen zog sich hin. Nach 3 Jahren mit „Raumtrennung durch Vorhang“ ordiniert Kahl nun unterstützt von 2 Assistentinnen in Räumen des UnitCenters Gleisdorf, die von der Aufteilung her dem entsprechen, was er in Hartberg neu aufgebaut hinterlassen hatte. Wohnortnah und genau „In der Praxis achte ich darauf, nicht mehr als maximal 50 Patienten pro Tag zu behandeln“, erklärt Kahl, „weil mir wirklich daran gelegen ist, im einzelnen Fall den Überblick zu behalten. Und das geht bei einer größeren Menge für mich nicht zusammen, auch wenn es anders finanziell lukrativer wäre. Ich habe den Eindruck, dass viele Kinder hierzulande übertherapiert, aber unterdiagnostiziert sind“, so Kahl „also nehme ich mir Zeit, jeden Fall genau ins Auge zu fassen“. Gerne am Land Seit 2016 lebt Kahl mit seiner Frau – sie ist Masseurin und im nahen Blumau geboren – und den beiden Kindern in Egelsdorf bei Sinabelkirchen. „Meine Frau und ich lebten schon immer sehr gerne am Land“, so der 47-jährige Vater „und für die Kinder ist das natürlich auch wirklich gut!“ Sport und Musik als Ausgleich Zum Ausgleich setzt Kahl einerseits auf Sport, den er für „extrem wertvoll in diesem Burnout-gefährdeten Job“ hält. Im Winter am Snowboard, im Sommer am Surfboard zieht es ihn „mit der ganzen Familie im originellen Oldtimer-Wohnwagen-Gespann zum Neusiedlersee, nach Kroatien und in die Heimat, aber natürlich auch sehr gerne nach Griechenland“. Zudem spielt er Akkordeon, das er schon als Kind klassisch gelernt hat, nun aber lieber rockig und bluesig angeht. „Es sind doch gar nicht so wenige, die lieber zu einem Kinderarzt gehen, den sie schon auf der Geburtenstation gesehen haben.“ Philipp Kahl Vortragender: Priv.-Doz. Dr. Josef Hermann LKH-Universitätsklinikum Graz Universitätsklinik für Innere Medizin Klinische Abteilung für Rheumatologie und Immunologie Moderation: Dr. Georg Richtig Co-Fortbildungsreferent Di., 9. Sept. 2025, 19 Uhr, Ärztekammer Steiermark, Graz FORTBILDUNG AKTUELL Anmeldung: www.med.or.at/rlb Die Teilnahme ist kostenfrei. UNTERSTÜTZT VON Raiffeisen-Landesbank Steiermark Turnusärzt:innen-Weiterbildung: !Diese Reihe richtet sich an alle Ärzt:innen in Ausbildung (aller Fächer & Allgemeinmedizin). Im Anschluss laden wir Sie gemeinsam mit der Raiffeisen-Landesbank Steiermark zu einem kleinen Buffet ein. 1x1 der Rheumatologie

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