Wohlfahrtsfonds - page 5

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Fakten zum Wohlfahrtsfonds der Ärztekammer Steiermark
— Richtig ist: Der Wohlfahrtsfonds ist grundsätzlich verpflichtend. Deswegen sind die Beiträge zum Wohlfahrtsfonds von der Ein­
kommens- bzw. Lohnsteuer absetzbar. Oder anders gesagt: Geringere Beiträge zur eigenen Pensionsvorsorge durch den Wohl­
fahrtsfonds bedeuten höhere Einkommens- oder Lohnsteuern.
— Der Wohlfahrtsfonds der Ärztekammer Steiermark hat zwei Säulen: Die Grund- und Ergänzungsleistung (GuE) ist die Basisversor­
gung, die jedes Mitglied der Ärztekammer Steiermark ab dem ersten Tag absichert. Zusätzlich gibt es die Beitragsorientierte Zusatz­
versorgung (BZV). Sie wurde zur Reduktion der Lücke zwischen Aktivbezug und Pension geschaffen. In sie kann frühestens ab dem
35. Lebensjahr und ab einer bestimmten Einkommenshöhe eingezahlt werden. Wer statt der BZV eine andere Pensionsvorsorge
wählt (Immobilien, Rentenversicherung etc.), kann den BZV-Beitrag aber weitgehend ermäßigen lassen (um bis zu 90 Prozent).
— Vor allem wegen des Steuervorteils – aber auch wegen der im Vergleich zu privaten Angeboten weit geringeren Verwaltungs­
kosten – bringt der Wohlfahrtsfonds weit höhere Erträge als private Angebote. Nach 30 Jahren und einem Beitrag von monatlich
1.000 Euro brutto macht der Unterschied 90.000 Euro zugunsten des Wohlfahrtsfonds aus – dass bei der Wohlfahrtsfondspension
Steuern anfallen, ist dabei berücksichtigt.
— Der Beitrag zum Wohlfahrtsfonds steigt mit dem Alter. Der Beitrag enthält einen Pensions- und einen Versicherungsanteil. Am
Anfang ist der Versicherungsanteil höher. Je größer der erworbene Pensionsanspruch wird, desto geringer wird der Versiche­
rungsanteil, weil die Möglichkeit der vorzeitigen Pension eine Absicherung bringt, die zuvor über den Versicherungsanspruch
abgedeckt war.
— Der Kammerbeitrag, die „Kammerumlage“, ist völlig unabhängig vom Beitrag zum Wohlfahrtsfonds. Sie beträgt seit 1. Jänner 2015
2,2 Prozent des Bruttoeinkommens von niedergelassen und 2,0 Prozent des Bruttogrundgehalts von angestellten Ärztinnen und Ärz­
ten. Der Beitrag ist zusätzlich gedeckelt: auf monatlich 97,33 Euro bei angestellten und monatlich 107,07 Euro bei niedergelassenen
Ärztinnen und Ärzten.
„Nichts schmerzt mehr, als Einkommenssteuer bezahlen zu müssen,
außer keine Einkommenssteuer bezahlen zu müssen.“
— Thomas R. Dewar, britischer Parlamentarier
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