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Topnews in Stichworten:
Invaliditätsversorgung

Stand: Jänner 2017


Die wichtigsten Informationen auf einen Blick:

  • Der Anspruch auf Invaliditätsversorgung besteht ab dem 1. Tag der Mitgliedschaft zum Wohlfahrtsfonds.
  • Die Invaliditätsversorgung wird im Fall einer 100 %-igen Arbeitsunfähigkeit vom Verwaltungsausschuss aufgrund einer vertrauensärztlichen Untersuchung gewährt.
  • Sie erhalten bei Invalidität bis zum 40. Lebensjahr aus dem Fonds der Grund- und Ergänzungsleistung jedenfalls € 1.151,86 p. m. (14-mal jährlich). Die Mindestanspruchsgrenze in der Grund- und Ergänzungsleistung fällt kontinuierlich bis zum 60. Lebensjahr auf € 460,74.
    Zusätzlich erhalten Sie die individuell angesparten Ansprüche aus den Fonds der Zusatzleistung und Erweiterten Zusatzleistung bzw. erfolgt eine Verrentung des Pensionskontos der Beitragsorienterten Zusatzversorgung. Bei §-2-Kassenärzten kommt noch die Ergänzungsleistung für §-2-Kassenärzte hinzu.


Rechtsgrundlagen

  • Satzungen des Wohlfahrtsfonds
  • Wohlfahrtsfondsbeitragsordnung
  • Geschäftsplan der BZV
  • Ärztegesetz
  • Einkommensteuergesetz


Beratung und Service

Ärztekammer für Steiermark,
Wohlfahrtsfonds,
Kaiserfeldgasse 29, 8010 Graz

Carmen Renner
T. 0316 / 8044-64
F. 0316 / 8044-136
 

Wer hat Anspruch auf die Invaliditätsversorgung?

Alle Kammerangehörigen (Ärztekammer sowie Zahnärztekammer), die während ihrer ärztlichen Tätigkeit Mitglieder der AIHV (Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenversorgung) des Wohlfahrtsfonds der Ärztekammer für Steiermark sind, erwerben sich im Lauf ihrer Mitgliedschaft Anwartschaften auf Invaliditätsversorgung.
 

Unter welcher Voraussetzung wird die Invaliditätsversorgung gewährt?

Die Invaliditätsversorgung wird Ärztinnen/Ärzten bzw. Zahnärztinnen/Zahnärzten gewährt, die infolge körperlicher oder geistiger Gebrechen zur Ausübung des ärztlichen bzw. zahnärztlichen Berufes dauernd oder vorübergehend unfähig sind.
Eine vorübergehende Berufsunfähigkeit liegt vor, wenn diese nach begründeter medizinischer Voraussicht in absehbarer Zeit zu beheben ist. Der Leistungsfall der vorübergehenden Berufsunfähigkeit liegt jedenfalls nicht vor, wenn diese weniger als 3 Monate dauert.
Kein Anspruch besteht, wenn die Erwerbsfähigkeit zwar gemindert ist, aber noch teilweise vorliegt.
 

Wie wird der Anspruch auf Invaliditätsversorgung geltend gemacht?


Wenn eine solche Berufsunfähigkeit vorliegt, ist ein schriftliches Ansuchen um Gewährung der Invaliditätsversorgung unter Vorlage aktueller und ausführlicher Befunde, Gutachten und hierzu vorliegende Unterlagen der gesetzlichen Sozialversicherung, aus denen die Art der Erkrankung hervorgeht, an den Verwaltungsausschuss zu richten.
 

Zuerkennung

Über die Gewährung der Invaliditätsversorgung entscheidet der Verwaltungsausschuss.
In den meisten Fällen fasst der Verwaltungsausschuss seinen Beschluss aufgrund einer vertrauensärztlichen Untersuchung, der sich der/die Antragsteller/in unterziehen muss. Der Beschluss wird in Form eines Bescheides mitgeteilt.
 

Wie hoch ist die Invaliditätsversorgung?

Die Höhe der Invaliditätsversorgung entspricht jener Versorgung auf die zum Stichtag der Invaliditätsversorgung Anspruch bestünde, wenn unterstellt wird, dass das Anfallsalter für die vorzeitige Altersversorgung erreicht ist.

Dies bedeutetet bei der Berechnung der individuellen Ansprüche sind die Abschläge für die vorzeitige Altersversorgung zu berücksichtigen. Liegt der ermittelte Anspruch in der Grund- und Ergänzungsleistung unter Berücksichtigung dieser Kürzungsregelungen unter den in der Anlage 2 VI der Wohlfahrtsfondsbeitragsordnung festgelegten Mindestansprüchen, besteht jedenfalls Anspruch in Höhe des Mindestanspruchs.

Sie erhalten bei Invalidität bis zum 40. Lebensjahr aus dem Fonds der Grund- und Egänzungsleistung jedenfalls € 1.151,86 p.m. (14-mal jährlich). Die satzungsgemäße Mindestanspruchsgrenze in der Grund- und Ergänzungsleistung fällt kontinuierlich bis zum 60. Lebensjahr auf € 460,74.

 

Woraus setzt sich die Invaliditätsversorgung zusammen?

Neben der Grund- und Ergänzungsleistung besteht ein Anspruch auf Zusatzleistung und Erweiterte Zusatzleistung bzw. auf die Beitragsorientierte Zusatzversorgung, sofern Beiträge zum jeweiligen Fonds entrichtet wurden.
Bei §-2-Kassenärzten kommt noch die Ergänzungsleistung für §-2-Kassenärzte hinzu.
 

 

Wie verhält es sich bei besonders lang andauernden Krankenständen?

Bei lang andauernden Krankenständen, kann die Invaliditätsversorgung von Amts wegen schon entsprechend früher zuerkannt werden.

Antrag für Altersversorgung/Invaliditätsversorgung




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